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Grüne Woche 2011

Möllenberg: Gute Futtermittelqualität ist auch Arbeitnehmerschutz

Hamburg – 16. Januar 2011.

 

Im Vorfeld der am Freitag in Berlin beginnenden Grünen Woche hat der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Franz-Josef Möllenberg, angemahnt, dass die internationale Verbraucherschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau von der Politik auch als Zeichen verstanden werden müsse, die Ernährungswirtschaft ernster als bisher zu nehmen: „Der Dioxinskandal fordert mehr als nur Ankündigungen. Die von Frau Aigner und Frau Klöckner und den anderen Handelnden im schwarzen Ministerium verkündete ‚Klarheit und Wahrheit’ darf nicht nur Überschrift sein, sondern muss in die Tat umgesetzt werden.“


Es sei unerträglich, so Möllenberg, dass die zuständige Bundesministerin erst rund zwei Wochen nach Bekanntwerden des Skandals einen sogenannten Aktionsplan vorlege. Auch hier sei keine klare politische Linie erkennbar. „Der Aktionsplan ist nicht ausreichend und kommt auch zu spät. Die Bürger haben ein Recht darauf, dass die Politik Vorbereitungen für solche Vergänge trifft, die nicht zum ersten Mal passieren.“


Natürlich sei es schwer, sich gegen kriminelle Energie zu schützen. Hilfreich könne hier jedoch ein gesetzlicher Informantenschutz sein, damit Beschäftigte, die Missstände aufdecken, keine rechtlichen oder finanziellen Konsequenzen fürchten müssen. NGG fordere dies seit Jahren: bisher leider vergeblich.


„Im Übrigen ist es unverantwortlich“, so der Vorwurf des NGG-Vorsitzenden an die Adresse von Bundesministerin von der Leyen, „dass auch im Arbeitsministerium bisher offensichtlich über den Gesundheitsschutz für die Beschäftigten, die bei der Futtermittelherstellung mit Dioxin-belasteten Fetten in Berührung kommen, noch nicht einmal nachgedacht wurde!“

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