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Süßwarenindustrie macht Belegschaften sauer

Hamburg, 14. März 2011

 

Den Beschäftigten in den vielen Betrieben, die dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) angehören, stößt die Verweigerungshaltung und Kleinrechnerei der Arbeitgeber derzeit sehr sauer auf. Das Entgelt soll gerade mal um magere zwei Prozent steigen, ansonsten, so die unverholene Drohung, könne der Flächentarifvertrag auseinanderbrechen. Jetzt wird sogar behauptet, ausgerechnet die Tarifkommission der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) würde einen Tarifabschluss verhindern.

 

„Diese Behauptung ist Quatsch und entbehrt jeder Grundlage“, sagt der stellvertretende NGG-Vorsitzende Claus-Harald Güster. „Wir haben über Monate verhandelt und so viele Kröten geschluckt, dass die Grenzen des Zumutbaren jetzt überschritten sind. Wenn die Arbeitgeber zum Beispiel ultimativ auf einer Öffnungsklausel Ost bestehen, nach der die dortigen Betriebe statt 120 Euro/Jahr für die Altersvorsorge 9,60 Euro weniger bezahlen können, dann ist das ein politisches Signal, dass man die dortigen Beschäftigten auch über 20 Jahre nach der Einheit als Arbeitnehmer zweiter Klasse einstuft.“ Gleichzeitig glaube man offenbar, die Beschäftigten mit einer Entgelterhöhung von nur zwei Prozent abspeisen zu können. Güster: „Das ist nicht akzeptabel. Wir fordern die Arbeitgeber zum wiederholten Mal auf, endlich ein zumutbares, verhandlungsfähiges Entgeltangebot auf den Tisch zu legen und tarifpolitische Vernunft zu zeigen, statt in den Betrieben Unruhe zu schüren und die Beschäftigten auf die Palme zu bringen!“

 

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