Hamburg, 15. März 2011
Am heutigen Tag des Verbraucherschutzes erneuerte der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Franz-Josef Möllenberg, seine Forderung, den Schutz von Informanten im Bereich der Lebensmittel- und der Futtermittelproduktion endlich auszubauen. „Verbraucherschutz beginnt dort, wo Informanten über skandalöse Zustände vernünftig geschützt werden!“
Strafbare Machenschaften einiger hochkrimineller schwarzer Schafe - wie das Beimischen dioxinhaltiger Produkte in Futtermittel, das Umetikettieren von Gammelfleisch, Panschereien oder vorsätzliche Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht und das Lebensmittelrecht –- schadet seit Jahren dem Ansehen der gesamten deutschen Lebensmittelindustrie. Deshalb fordert die Gewerkschaft NGG – ebenfalls seit Jahren – ein wirksames und schnelles Durchgreifen der Politik und einen verbesserten Schutz vor rechtlichen und finanziellen Konsequenzen für diejenigen Beschäftigten, die so mutig sind, all jene Missstände in den Betrieben aufzudecken, die den staatlichen Kontrolleuren offensichtlich immer wieder entgehen.
„Informantenschutz ist Verbraucherschutz und schützt auch alle seriösen Hersteller“, sagt der NGG-Vorsitzende Franz-Josef Möllenberg. „Leider hat sich Verbraucherschutz-Ministerin Ilse Aigner bisher bestenfalls als ‚Ankündigungsministerin’ bewährt.“ Ihren vollmundigen Erklärungen im Oktober 2010, gegen den grassierenden Etikettenschwindel „Klarheit und Wahrheit“ durchzusetzen, habe sie bislang keine nennenswerten Taten folgen lassen. Möllenberg: „Im Interesse aller Verbraucher wäre Frau Aigner gut beraten, wenn sie sich endlich die Erkenntnis ‚Reden ist Silber, Handeln ist Gold’ zum täglichen Arbeitsmotto machen würde.“