Tarifforderungen und NGG-Warnstreiks
Krefeld, 2. April 2011
Eine „unerträgliche Blockadehaltung“ und „grob fahrlässige schwere Rufschädigung der Branche“ warf der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätte (NGG), Claus-Harald Güster, den Arbeitgebern in der Brauwirtschaft und der Süßwarenindustrie heute auf einer Veranstaltung seiner Organisation in Hagen vor.
Der Widerstand der Arbeitgeberseite gegen vernünftige Entgeltforderungen und einen modernen, attraktiven Bundesrahmentarifvertrag für die Brauereibeschäftigten ohne eine Aufspaltung der Belegschaften in Arbeitnehmer 1. und 2. Klasse zeige, dass offensichtlich wenig Interesse besteht, mit den berechtigten Forderungen der Beschäftigten anständig umzugehen.
„Einige Arbeitgeber wollen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ans Leder und wundern sich, wenn zwischen Flensburg und München Tausende Arbeitnehmer auf die Straße gehen und sich wehren“, so Güster, der auch die dramatische Zunahme von Leiharbeit, die „unendlich ärgerliche Debatte um einen Mindestlohn“ kritisierte.