Rostock, 18. August 2011
Auf einer Veranstaltung des DGB in Rostock empfahl der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Franz-Josef Möllenberg, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): „Wenn die CDU wirklich einen Ausweg aus ihrem internen Richtungsstreit sucht, kann ich ihr nur raten, auf den eigenen Arbeitnehmerflügel zu hören und endlich einen gesetzlichen Mindestlohn für alle Branchen einzuführen.“
Auch das, so der NGG-Vorsitzende, gehöre zu einer modernen, zukunftsgerichteten Politik dazu: das eigene Denken und Handeln an die Realität anzupassen, auch auf die Gefahr hin, die Erzkonservativen im eigenen Lager zu vergrätzen. Überdies spreche sich das Gros der Bevölkerung in Umfragen schon lange für einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn aus. Möllenberg: „Und wer Wahlen gewinnen will - wie etwa demnächst in Mecklenburg-Vorpommern – sollte sich durchaus für Volkes Meinung interessieren. Die CDU sollte allerdings nur das versprechen, was sie nach den Wahlen auch einlöst. Ein weiterer Branchenmindestlohn reicht da nicht aus. Also, Frau Merkel: Schluss mit der Flickschusterei! Zeigen Sie Profil oder besser noch: Schreiben Sie Geschichte und sorgen Sie dafür, dass es auch in Deutschland endlich einen branchenübergreifenden Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro pro Stunde gibt! Das wird Ihrer Partei Wählerstimmen bescheren und den Niedriglöhnern, der Staatskasse und den Sozialkassen mehr Geld.“