Vierte Runde der Tarifverhandlungen für die Systemgastronomie
Hamburg – 8. September 2011.
„Wir fordern die Arbeitgeber dringend auf, sich zu bewegen. Gute Arbeit hat ihren Preis. Einer Absenkung des Tarifniveaus der ohnehin schon niedrigen Löhne werden wir keinesfalls zustimmen. 8,50 Euro als Lohnuntergrenze müssen mindestens drin sein.“ Das hat Michaela Rosenberger, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), vor der am kommenden Montag beginnenden vierten Verhandlungsrunde mit dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) erklärt. NGG fordert für die rund 80.000 Beschäftigten in den Betrieben von McDonald’s, Burger King und anderen großen Markengastronomen eine Erhöhung der Tariflöhne und Ausbildungsvergütungen um sechs Prozent, die Einführung eines Entgeltbonus für langjährig Beschäftigte sowie die Angleichung der Bruttoentgelte Ost auf West-Niveau.
„So schmeckt Arbeit nicht“: Unter diesem Aktions-Motto hat die NGG in dieser Woche bundesweit in und vor den Restaurants der BdS-Mitgliedsunternehmen nachdrücklich gefordert, dass die Arbeitgeber nach mehr als drei Jahren Laufzeit des alten Tarifvertrages die Leistungen der Beschäftigten anerkennen. „Die beste Imagekampagne für die Systemgastronomie ist immer noch ein guter Tarifvertrag mit fairen Löhnen. Die Beschäftigten leisten im Schicht- und Rotationssystem unter schwierigen Bedingungen einen hervorragenden Job, der sich vor allem in den Umsätzen der Betriebe wiederfindet. Da ist es nur fair und gerecht, wenn sie an den Gewinnen der Branche teilhaben und nicht mit prekären Entgelten abgespeist werden“, so Rosenberger.