Gewerkschaft NGG fordert Berücksichtigung sozialer Standards
Zur heute beginnenden Konferenz der Verbraucherminister in Bremerhaven hat Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), erklärt:
„Ein bundeseinheitliches Vorgehen bei einer Hygiene-Ampel für Restaurants wäre ein erster Schritt, um mehr Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher herzustellen. Ergänzt werden müsste eine Ampel aber dringend um soziale Standards wie die Einhaltung von Tarifverträgen, des Arbeitszeitgesetzes oder die Berücksichtigung der Qualität der Ausbildung.
Zudem sei es notwendig, Lebensmittelkontrollen zu verschärfen und mehr Kontrolleure einzusetzen. Eine Hygiene-Ampel wäre sonst nur ein Placebo. Transparenz bei der Lebensmittelhygiene allein reicht nicht, um die teilweise katastrophalen Arbeitsbedingungen in der Gastronomie aufzudecken und zu ändern.“
Berlin – 15. September 2011.