Hamburg, 19. September 2011
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten begrüße die Entscheidung der Mehrheit der Hamburger Bürgerschaft (SPD, GAL, Linke), die Einhaltung von Mindestlöhnen und Tariftreue bei mit öffentlichen Aufträgen versehenen Betrieben durchzusetzen, hat ihr Vorsitzender Franz-Josef Möllenberg erklärt.
In Hamburg werden viele soziale Aufgaben des öffentlichen Interesses nicht mehr von staatlichen Stellen, sondern von privaten Trägern übernommen. Beispielsweise werden Kantinen, Altenheime oder Kindertagesstätten von privaten Unternehmen betrieben, die oft komplett durch städtische Zuschüsse finanziert werden.
„Es ist richtig, wenn künftig die Stadt Hamburg nur noch Betriebe mit öffentlichen Geldern unterstützt, die sich nicht durch Dumpinglöhne einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen! Öffentliche Auftraggeber haben hier ganz klar eine Vorbildfunktion“, so Möllenberg.
Die Gewerkschaft NGG setze sich seit Jahren für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes nicht unter 8,50 pro Stunde ein.