Berlin, 20. Oktober 2011
Als erstes Land der Welt wollen die Vereinigten Staaten von Amerika die Spekulation mit 28 Rohstoffen, u.a. mit Getreide und Zucker, begrenzen. So der Beschluss der zuständigen Börsenaufsicht in dieser Woche. Dazu hat Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), erklärt:
„Die Gewerkschaft NGG fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, das Thema Hunger und Spekulation mit Nahrungsmittelrohstoffen zur Chefsache zu machen und die Regulierung, beispielsweise durch Mengenbegrenzung der Kontrakte, auch in der Europäischen Union voranzutreiben.
Experten sind sich inzwischen mehrheitlich einig, dass ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Finanzwetten und Rohstoffpreisen besteht. Deshalb kann das Menschenrecht auf Nahrung und der Kampf gegen den Hunger nur gewonnen werden, wenn der Spekulation mit den Grundbedürfnissen der Menschheit ein Riegel vorgeschoben wird.
Beim nächsten G-20-Gipfel in Cannes am 3. und 4. November 2011 steht das Thema ‚Preisvotalität bei Agrarerzeugnissen’ auf der Tagesordnung. Handeln Sie, Frau Merkel. Es geht doch!“