Aus urheberrechtlichen Gründen ist der Download dieses Bildes nicht möglich.

Erhöhung der Minijob-Grenze

Rosenberger: „Ob 400 oder 450 Euro – Minijobs sind der falsche Ansatz“

Niedernhausen (Taunus), 29. November 2011. Michaela Rosenberger, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), hat sich ablehnend gegenüber der jetzt bekannt gewordenen Einigung über die Anhebung der Verdienstgrenze von Minijobbern gezeigt. Rosenberger: „Minijobs sind grundsätzlich der falsche Ansatz. Ob 50 Euro mehr oder nicht, falsch bleibt falsch.“ Schon jetzt würden Minijobs, in denen zu rund 70 Prozent Frauen arbeiten, großflächig sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse verdrängen. Michaela Rosenberger: „Von einem Minijob kann man weder heute noch morgen leben. Wenn die Erhöhung der Verdienstgrenze zu einer erneuten Ausweitung der Minijobs führt, wird sich das Problem ‚Altersarmut bei Frauen’ nur noch mehr verstärken.“


Aus Sicht von Michaela Rosenberger betrifft die Erhöhung nur wenige Beschäftige, da der Durchschnittsverdienst der Minijobber bei nur 270 Euro liegt: „Die 400 Euro erreicht kaum jemand, eine Anhebung ist also unnütze Augenwischerei.“ Vielerorts würden Arbeitgeber die Regelungen zu den Minijobs nutzen, um den Tariflohn zu umgehen. Rosenberger: „Da werden einfach zwei Minijobberinnen in die Bäckerei gestellt. Das ist für die Arbeitgeber immer noch billiger als eine regulär beschäftigte gelernte Bäckereiverkäuferin.“


Michaela Rosenberger: „Es braucht keine neue Regelung der Minijobs, sondern ihre Abschaffung. Deutschland braucht mehr echte, existenzsichernde Arbeitsverhältnisse, vor allem für Frauen.“ Eine ganze Reihe von wissenschaftlichen Studien habe inzwischen belegt, dass Minijobs kein Sprungbrett in den ersten Arbeitsmarkt seien, sondern vielfach reguläre Beschäftigung vernichten.

Mitglied werden

Melden Sie sich hier online an.

Dr. Azubi

Stress in der Ausbildung?
Dr. Azubi hilft!

©  Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)  |  wegewerk> wwEdit CMS 3.5