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Unterstützung für Streikende bei Unilever in England

Unilever auf Profit gebürstet?

Hamburg, 8. Dezember 2011. „Natürlich stehen wir unseren Kolleginnen und Kollegen in den britischen Unileverwerken uneingeschränkt bei. Gewerkschaft heißt Zusammenhalten – auch über Grenzen hinweg“, so äußerte sich Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), zu den heute in England beginnenden Streiks beim Konsumgüterhersteller Unilever*. Möllenberg: „Die Kollegen haben das Recht auf ihrer Seite, die Konzernführung hält sich nicht an Absprachen und will die Betriebsrenten in den englischen Werken jetzt drastisch kürzen.“ Unilever hatte kürzlich angekündigt, das bestehende System der betrieblichen Altersvorsorge grundlegend umzugestalten. Durch die Umstellung würden die englischen Unilever-Arbeiter im Schnitt 20 Prozent, in Einzelfällen bis zu 40 Prozent ihrer Rentenzahlungen verlieren. Unilever rühmte sich in der Vergangenheit für sein soziales und ökologisches Engagement. Der nun beginnende Arbeitskampf ist der erste in der Geschichte des Konzerns in Großbritannien.

Franz-Josef Möllenberg fürchtet, dass die angekündigte Rentenkürzung Teil einer neuen globalen Kostensenkungsstrategie von Unilever sein könnte, die womöglich auch Auswirkungen auf die Werke in Deutschland habe: „Offensichtlich will die Konzernführung das Unternehmen jetzt um jeden Preis auf Profit bürsten. Mal schauen, was ihnen für die deutschen Werke einfällt. Da müssen die Beschäftigten über die Grenzen hinweg zusammenhalten und früh und deutlich ein Stopzeichen setzen.“

 

*Unilever ist ein globaler Konsumgüter- und Nahrungsmittelhersteller mit neun Standorten in Deutschland.

 

Als Zeichen der Unterstützung von Seiten der NGG ist Hauptvorstandsmitglied Hermann Soggeberg beim Auftakt des Streiks im Unilever Mutterwerk in Port Sunlight anwesend.

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