NGG unterstützt geplante Gesetzesinitiative der SPD
Berlin – 6. Februar 2012. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unterstütze nachdrücklich, dass die SPD dem Bundestag ein Gesetz zum Schutz von Hinweisgebern – „Whistleblowern“ – vorlegen wolle. Damit könne der Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die auf Missstände aufmerksam machen, gestärkt werden, hat der NGG-Vorsitzende Franz-Josef Möllenberg erklärt.
„Eine gesetzliche Regelung des Informantenschutzes, wie sie die NGG seit Jahren fordert, ist dringend notwendig. Gerade in der Lebensmittelwirtschaft könnten Missstände und kriminelle Machenschaften damit rechtzeitig aufgedeckt und Lebensmittelskandale verhindert werden“, so Möllenberg. „Das wäre auch ein sinnvoller Beitrag zum Verbraucherschutz.“
Einige Unternehmer brächten mit kriminellen Praktiken - wie Beimischen dioxinhaltiger Produkte in Futtermittel, Umetikettieren von Fleisch, Panschereien oder vorsätzlichen Verstößen gegen die Kennzeichnungspflicht und das Lebensmittelrecht – immer wieder die gesamte deutsche Lebensmittelindustrie in Verruf. Jüngstes Beispiel seien die hygienischen Missstände bei Müller-Brot in Bayern.
„Die Beschäftigten, die Missstände aufdecken und öffentlich machen, müssen besser vor rechtlichen und finanziellen Konsequenzen, Benachteiligungen bis hin zu Kündigungen geschützt werden“, so Möllenberg. Auch für die Unternehmen würde die Hemmschwelle, gegen geltendes Recht zu verstoßen, steigen.