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Rosenberger: Unternehmen müssen Altersvorsorge für junge Beschäftigte verstärken

Hamburg – 7. August 2009.

„Wir müssen dringend dafür sorgen, dass insbesondere junge Menschen sich Gedanken um ihre Altersvorsorge machen. Da müssen wir auch die Arbeitgeber mit ins Boot holen, da sie oftmals entsprechende Angebote nicht fördern“, so die stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Michaela Rosenberger. Ihre Auffassung spiegelt sich auch in der neusten Studie zur Altersarmut wider. So drohe gerade der Generation der 20- bis 35-jährigen Erwerbstätigen die Altersarmut. Laut Studie erreicht die Hälfte dieser Altersgruppe lediglich Rentenansprüche von weniger als 958 Euro.

 

„Die junge Generation gehört mit Sicherheit nicht zu den Gewinnern der neoliberalen Wirtschaftpolitik“, so Rosenberger weiter. Befristete Beschäftigung, Zeitarbeit, Ausbildungsstellenkrise, gar nicht oder schlecht bezahlte Praktikakarrieren gehören für viele junge Menschen zu den alltäglichen Herausforderungen. Die Gefahr von Altersarmut trete da in den Hintergrund. Gerade hier seien die Arbeitgeber in der Pflicht, entsprechende attraktive Angebote anzubieten und zu bewerben.“

 

Symptomatisch ist für Rosenberger insbesondere die Situation im Hotel- und Gastgewerbe: „In den Tarifverträgen im Gastgewerbe haben wir explizit gemeinsame Verabredungen zur Altersvorsorge getroffen. Diese gilt es jedoch auch, mit Leben zu füllen, damit das Angebot tatsächlich von den Auszubildenden genutzt wird. In vielen Betrieben führt die betriebliche Altersvorsorge jedoch ein ‚Stiefmütterchendasein’. Wenn wir es gemeinsam nicht schaffen, ihren Stellenwert zu erhöhen, werden insbesondere die Beschäftigten im Gastgewerbe im Alter eine Rente erhalten, die ein menschenwürdiges Leben unmöglich macht, da hier durch den meist geringen Verdienst frühzeitig entstandene Lücken kaum durch spätere und höhere Einkünfte ausgeglichen werden können. Die Branche kann hier mit unserer vollen Unterstützung rechnen.“
 

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