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DGB-Ausbildungsreport 2009

Rosenberger: Alarmsignale endlich wahrnehmen

Berlin – 27. August 2009.

 

Unter den 25 häufigsten Ausbildungsberufen sind laut Ausbildungsreport 2009 des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) die Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk, Hotelfachleute und Restaurantfachleute auf den letzten drei Rängen gelandet. Hauptkritikpunkt sei die hohe Zahl der Überstunden. Dazu hat Michaela Rosenberger, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) heute erklärt:

 

„Es reicht nicht, gastgewerbliche Ausbildungsplätze im Überfluss bereit zu stellen, wenn die Qualität der Ausbildung nicht gewährleistet ist. Bereits heute zeichnet sich im Hotel- und Gaststättengewerbe ein Fachkräftemangel ab. Das ist seit Jahren ein absehbares Resultat dessen, dass Auszubildende häufig als billige Arbeitskräfte ausgenutzt werden. Ein Indiz dafür ist, dass Überstunden nicht die Ausnahme, sondern Standard sind, wie der Ausbildungsreport zeigt. Hinzu kommt, dass das Gastgewerbe als Niedriglohnbereich kaum finanzielle Perspektiven bietet. Alarmierend sind auch die Abbrecherquote in gastgewerblichen Berufen und die Tatsache, dass viele junge Menschen nach der Ausbildung aus diesem Beruf aussteigen.

 

Ähnliche Perspektiven bieten sich für die Fachverkäuferinnen im Bäckerhandwerk in und nach der Ausbildung: Arbeitszeiten von montags bis sonntags, Überstunden, Niedrigstlöhne.

 

Nur wenn die Auszubildenden zu geregelte Arbeitszeiten arbeiten, wenn das Betriebsklima sowie die Arbeitsbedingungen stimmen und sich nach der Ausbildung auch in finanzieller Hinsicht Perspektiven bieten, dann werden diese Ausbildungsberufe wieder attraktiv werden. Die zuständigen Arbeitgeberverbände und die Industrie- und Handelskammern sollten die Alarmsignale endlich wahrnehmen und handeln. Die Gewerkschaft NGG ist bereit, an der Verbesserung der Qualität der Ausbildung mitzuwirken und menschenwürdige Arbeitsbedingungen in Tarifverträgen zu regeln.“
 

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