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Güster: „Wir fordern in 2010 Lohnerhöhungen von vier bis fünf Prozent“

Osnabrück – 28. November 2009.


„Die Ernährungswirtschaft ist ein stabiler Wirtschaftsfaktor und kommt gut durch die Krise. Deshalb ist es angemessen, dass die Beschäftigten am Erfolg der Unternehmen beteiligt werden und damit auch die Binnenkonjunktur angekurbelt wird. In der Tarifrunde 2010 sollen deshalb die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um vier bis fünf Prozent steigen.“ Das hat Claus-Harald Güster, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), am Samstag auf einer Veranstaltung seiner Organisation in Osnabrück erklärt.


Ein zweites wichtiges tarifpolitisches Ziel sei es, dass die untersten Tariflöhne auf mindestens 7,50 Euro angehoben werden. „In Niedersachsen allerdings verweigern sich die Arbeitgeber im Bäckerhandwerk – mit Ausnahme der Firma Schäfer’s Brot – seit fünf Jahren überhaupt einen Tarifvertrag mit NGG abzuschließen. Deshalb halten wir an unserer Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn von 7,50 Euro fest“, so Güster. „Die niedersächsische Landesregierung, allen voran der Arbeitsminister, sollten sich ein Beispiel am Nachbarland Nordrhein-Westfalen nehmen und die untersten Tarifgruppen des Hotel- und Gaststättengewerbes als allgemeinverbindlich erklären. Damit wäre eine untere Grenze gegen Lohndumping festgeschrieben. Gerade im Gastgewerbe entziehen sich viele Arbeitgeber dem geltenden Tarifvertrag durch Tarifflucht.“


Scharf kritisiert hat Güster, dass das Hotelgewerbe überdies mit der Senkung der Mehrwertsteuer „mit einem sinnlosen Weihnachtsgeschenk belohnt werden soll. Das wird ein bürokratisches Monster und ist nichts weiter als Klientelpolitik“, so der NGG-Vize.

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