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Rosenberger: „Ausbildungspakt redet sich schön“

Hamburg – 11. Februar 2010.


Als „Schlag ins Gesicht vieler Ausbildungsplatzsuchender“ hat Michaela Rosenberger, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), die aktuellen Ergebnisse des Ausbildungspaktes bezeichnet.


„Die vorgestellte Erfolgsbilanz beruht vor allem auf Schönfärberei und Zahlenspielerei. Es ist alarmierend, dass es die Wirtschaft trotz sinkender Bewerberzahlen nicht schafft, jedem Jugendlichen einen Ausbildungsplatz anzubieten. Stattdessen ist die Zahl der Ausbildungsverträge um mehr als 50.000 gesunken. Selbst nach intensiver Nachvermittlung blieben viele ganz auf der Strecke. Das Paktergebnis gaukelt eine entspannte Lage vor, während fast 75.000 Jugendliche statt in Ausbildung in Warteschleifen stecken und 1,5 Millionen junge Menschen in Deutschland ohne Berufsausbildung leben und somit in eine düstere berufliche und private Zukunft blicken.“


Sinnvoll wären der Ausbau der ausbildungsbegleitenden Hilfen, die Abschaffung der Kammergebühren sowie Anreize für die stärkere betriebliche Ausbildung. Das Umlagesystem der Bauindustrie zeige hier trotz Krisenzeiten nachhaltige Wirkung. „Darüber hinaus brauchen wir eine bessere und ehrlichere statistische Aufarbeitung des Ausbildungsstellenmarktes, um daraus weitere Maßnahmen abzuleiten“, so Rosenberger.

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