Berlin – 23. März 2010
Fast jede zweite Neueinstellung ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes derzeit befristet – mit steigender Tendenz. Vor einer weiteren Ausweitung befristeter Beschäftigung, wie im Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Bundesregierung geplant, hat Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), gewarnt:
„Arbeitsministerin von der Leyen sollte per Gesetz dafür sorgen, dass befristete Verträge zeitlich begrenzt werden, beispielsweise um Auftragsspitzen zu bewältigen. Die Pläne der Bundesregierung, das Arbeitsrecht weiter zu lockern und sachgrundlose, befristete Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber, so genannte Kettenverträge, zu ermöglichen, gehen zu Lasten der Arbeitnehmer und sorgen für weitere Verunsicherung. Als ehemalige Familienministerin hat Frau von der Leyen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Planbarkeit des Familienlebens gepredigt. Aber gerade junge Leute sind besonders von befristeter Einstellung betroffen, wünschen sich aber eine dauerhafte berufliche Perspektive.“