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Aachen, 1. Mai 2010

Güster: Gerechte Löhne statt Millionen-Boni

 

„Wir gehen vor! Gute Arbeit – Gerechte Löhne – Starker Sozialstaat“.
Claus-Harald Güster, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), spricht auf der Maikundgebung des DGB in Aachen.
„Die Manager in den Banken, bei den Investmentfonds, aber auch in Unternehmen, die die Finanz- und Wirtschaftskrise verursacht haben, wurden bisher nicht zur Verantwortung gezogen. Die Kapitalmärkte sind nicht reguliert. Gewinne und Boni sprudeln wie zuvor. Die Macht der Finanzkonzerne spiegelt die Ohnmacht der politisch Verantwortlichen wider. Den Zockern und Spekulanten muss die Rechnung präsentiert werden. Wir brauchen eine Finanztransaktionssteuer und eine Regulierung der Finanzmärkte.
Gewerkschaften und Betriebsräte sind der Garant für Arbeitnehmerrechte. Wir bekämpfen jeden Versuch, aus der Not der Krisenopfer Kapital zu schlagen. Die arbeitenden Menschen müssen wieder stärker in den Fokus kommen: Sie erwirtschaften den Wohlstand. Die Gewerkschaften und die Arbeitnehmer haben immer eine verantwortungsvolle Tarifpolitik gemacht und dafür gekämpft, dass die Kurzarbeit verlängert wurde und Konjunkturprogramme auf den Weg gebracht wurden. Langfristig müssen aber die Löhne wieder steigen. Die Binnennachfrage muss angekurbelt werden. Vor allem aber muss der Niedriglohnsektor eingedämmt, müssen Minijobs und prekäre Beschäftigung zurückgedrängt werden. Es ist eine Schande, dass 1,3 Millionen Menschen erwerbstätig sind und aufstocken müssen, weil sie von ihrer Arbeit nicht leben können. Wenn Arbeitgeber sich verweigern, Tarifverträge abzuschließen, muss der Gesetzgeber handeln. Wir kämpfen weiter für einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro.“
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