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In Hannover nichts Neues:

Pläne des Inbev Konzerns nicht ausgereift und widersprüchlich

Hannover, 19. Januar 2010

 

Für Montag, den 18. Januar 2010, hatte der Inbev-Konzern angekündigt, den Konzernbetriebsrat detailliert über die in der letzten Woche angekündigten Planungen zum Abbau von 386 Stellen zu unterrichten.


Zum Ergebnis dieser „Unterrichtung " erklärt Claus-Harald Güster, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten:


„Inbev hat nichts Neues präsentiert, ein schlüssiges Gesamtkonzept ist weiterhin nicht erkennbar. Der Konzern „optimiert Geschäftsprozesse“, von den Auswirkungen auf die Menschen, die die Werte für die Aktionäre schaffen, ist in den Verlautbarungen nicht die Rede.“

 

Das Ergebnis der Veranstaltung war ernüchternd, aus Sicht der Betriebsräte und der Gewerkschaft NGG ist festzustellen:

 

  • Der Grund für die Streichung von bundesweit 386 Stellen ist nicht ein negatives wirtschaftliches Ergebnis, noch nicht einmal eine wesentliche Verschlechterung des Ergebnisses in 2009 gegenüber 2008. Das Ergebnis ist weiterhin positiv, lediglich die überzogenen Planziele des Konzerns wurden verfehlt.
    Triebfeder ist nicht wirtschaftliche Not, sondern ausschließlich weitere Profitmaximierung.
    Für den Konzern zählen ausschließlich die Interessen der Aktionäre, nicht die der Menschen, die im Unternehmen die Werte schaffen.
  • Das „Projekt“ ist nicht ausgereift und an vielen Punkten widersprüchlich, das Planungsstadium ist keineswegs beendet. An Verhandlungen ist daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu denken.
  • Konzernbetriebsrat und Standortbetriebsräte prüfen, welche Konsequenzen sie aus der Missachtung bzw. Verletzung betriebsverfassungsrechtlicher Bestimmungen durch den Inbev-Konzern ziehen werden.

 

Die Gespräche werden am Montag, dem 25. Januar 2010 in Issum fortgesetzt.

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