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NGG solidarisiert sich mit streikenden Tabakarbeitern in der Türkei

Türkischer Botschafter zur Hilfe aufgefordert

Berlin – 22. Januar 2010.


Die Zukunft von 12.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern des ehemaligen staatlichen Tabak- und Alkoholmonopols TEKEL steht auf dem Spiel. Die türkische Regierung bietet nur noch Saisonarbeitsplätze zu halbierten Löhnen an.


Dagegen protestieren die Tabakarbeiter: Am vergangenen Wochenende beteiligten sich 100.000 Menschen an einer Großdemonstration in Ankara. Erste Gruppen von Betroffenen befinden sich im Hungerstreik. Bei den Großkundgebungen wurden Protestierende verhaftet. Die Polizei hat Knüppel, Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt und mehrere Demonstranten verletzt.


„Dies verstößt gegen das demokratische Recht auf Meinungsäußerung und Protest gegen staatliche Willkür“, hat Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), erklärt. In einem Brief an den Botschafter der Republik Türkei in Deutschland, Ali Ahmet Acet, hat Möllenberg ihn gebeten, Einfluss zu nehmen, damit die Betroffenen angemessene neue Arbeitsplätze erhalten.


„Der Weg der Türkei in die Zukunft sollte sozial verfasst sein und die Belange der Arbeitenden berücksichtigen“, so Möllenberg. Er wies darauf hin, dass die Gewerkschaften seit langem darauf dringen, dass auch für die Europäische Union soziale Standards entwickelt werden. „Das muss natürlich auch für die Türkei gelten“, erklärte der NGG-Vorsitzende und forderte ein deutliches Entgegenkommen der türkischen Regierung. Nur so könne die Auseinandersetzung in Ankara beendet werden.

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