Presse

23.05.2014

Siebert: „Einiges ist richtig – doch nicht alles ist gut“

Das Rentenpaket der Bundesregierung ist ein erster Schritt

Mannheim - 23. Mai 2014

Als „ersten Schritt zu einer besseren Rentenpolitik“ hat Burkhard Siebert, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), das Rentenpaket der Regierungskoalition, das Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles heute vorgelegt hat, bezeichnet. „Wir begrüßen die abschlagsfreie Rente ab 63 Jahren nach 45 Versicherungsjahren. Jedoch wurde mit dem rollierenden Stichtag ohne Not und durch die Hintertür die Anrechnung von Arbeitslosenzeiten aufgeweicht. Menschen, die unverschuldet arbeitslos werden, dürfen nicht noch extra bestraft werden. Die vorgesehenen Ausnahmen wie Arbeitslosigkeit durch Insolvenz oder Betriebs-Stilllegung reichen bei weitem nicht aus“, hat der NGG-Vize auf einer Veranstaltung seiner Organisation in Mannheim kritisiert.

Darüber hinaus wäre es notwendig und sinnvoll gewesen, die so genannte Mütterrente als allgemein sozialstaatliche Aufgabe aus Steuereinnahmen anstatt als versicherungsfremde Leistung über die Rentenversicherung zu finanzieren. Immerhin entfielen mehr als 70 Prozent des Gesamtvolumens auf diesen Teil des Rentenpaketes.

Die Möglichkeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, eine Weiterbeschäftigung über den eigentlichen Renteneintritt zu vereinbaren, die so genannte Flexi-Rente, sieht Siebert ebenfalls kritisch. „Das Problem haben doch nicht die wenigen Menschen die länger arbeiten wollen und es körperlich auch können, sondern hat die große Mehrzahl der Beschäftigten, die es aufgrund der immensen Arbeitsbelastung physisch und psychisch gar nicht bis zur Erreichung der Altersrente schafft. Für diese Beschäftigten müssen wir zukunftsfähige Lösungen bereithalten, um sie vor Altersarmut zu schützen.“

Siebert betonte bei der Frage der sozialen Gerechtigkeit die Bereitschaft zu einem gemeinsamen Dialog. „Insbesondere die Rentenversicherung ist wichtiger Bestandteil unseres Sozialstaates. Nach Jahren des Stillstands kommt endlich wieder Bewegung in die Frage einer zukunftsfähigen und gerechten sozialen Sicherung der Menschen. Jedoch bleibt die Rente mit 67 oder gar 70 Jahren, wie gerade wieder gefordert, der falsche Weg. Dass es anders funktionieren kann, zeigt das Rentenmodell des DGB. Gerade für die jüngere Generation wird es wichtig sein, schon jetzt eine Demografie-Reserve für die Zukunft aufzubauen, um so die Rentenversicherung zukunftsfähig zu gestalten.“

 

Diese Pressemitteilung...

Schließen

Artikel versenden

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Deine E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. um im Fall eines Übertragungsfehlers eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird die NGG die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X_Sent_by_IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird die NGG die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.

Bitte melden Sie sich an um den Artikel zu merken.

Bitte melden Sie sich an um den Artikel zu kommentieren.

Pressestelle

NGG-Hauptstadtbüro
Luisenstraße 38
10117 Berlin
Tel.: 030 / 28 88 49 693
Fax: 030 / 28 88 49 699
Email: hv.presse@ngg.net

Service

Alle Pressemitteilungen

Im Presse-Archiv finden Sie alle bundesweiten Pressemitteilungen der NGG.

Alle Pressemitteilungen

Socialmedia

Aktuelle Informationen der NGG erhalten Sie auch bei

Facebook und Twitter