Presse

12.12.2015

Siebert: Werkverträge klarer regeln!

Koblenz – 12. Dezember 2015

Als „ersten Schritt in die richtige Richtung“ hat Burkhard Siebert, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), den Gesetzentwurf zu Werkverträgen und Leiharbeit bezeichnet. Allerdings gebe es weiter grundlegenden Reformbedarf.

„Die Novellierung der gesetzlichen Rahmenbedingungen zu Werkverträgen und Leiharbeit ist überfällig, da in der Lebensmittelindustrie, vor allem in der Fleischindustrie, aber beispielsweise auch in der Getränkewirtschaft, immer mehr Werkverträge auch in Kernarbeitsprozessen eingesetzt werden. Damit hat der Missbrauch zugenommen, Löhne zu drücken und Arbeitnehmerrechte auszuhöhlen.“

Es sei zu begrüßen, dass zum Beispiel klarer formuliert werde, wann ein Arbeitsverhältnis vorliege und damit die Bedingungen des Entleihbetriebes gelten, und dass der Einsatz von Leiharbeitern als Streikbrecher verboten werde: „Das wären tatsächlich Verbesserungen, die wir begrüßen.“

Allerdings gebe es noch weiteren grundlegenden Handlungsbedarf, so Siebert: „Die Rechte der Betriebsräte müssen gestärkt werden, um dem Missbrauch von Werkverträgen vorzubeugen. Sie müssen beim Einsatz von Werkverträgen und Leiharbeit mitbestimmen können. Und die Drehtür, dass nach 18 Monaten der nächste Leiharbeiter hereinkommt, muss durch klare Übernahmeregelungen ersetzt werden. Wir brauchen endlich klare Regeln, die auch die Arbeitgeber vor Schmutzkonkurrenz derjenigen schützen, die den Wettbewerb auf dem Rücken der Beschäftigten austragen.“

Deshalb sei die Kritik von Arbeitgebern und ihren Vertretern in Verbänden und Wissenschaft, die jegliche Eindämmung des Missbrauchs als generellen Angriff auf das Unternehmertum diskreditieren, völlig überzogen.

Pressemitteilung als PDF

 

Diese Pressemitteilung...

Schließen

Artikel versenden

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Deine E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. um im Fall eines Übertragungsfehlers eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird die NGG die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X_Sent_by_IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird die NGG die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.

Bitte melden Sie sich an um den Artikel zu merken.

Bitte melden Sie sich an um den Artikel zu kommentieren.

Pressestelle

NGG-Hauptstadtbüro
Luisenstraße 38
10117 Berlin
Tel.: 030 / 28 88 49 693
Fax: 030 / 28 88 49 699
Email: hv.presse@ngg.net

Service

Alle Pressemitteilungen

Im Presse-Archiv finden Sie alle bundesweiten Pressemitteilungen der NGG.

Alle Pressemitteilungen

Socialmedia

Aktuelle Informationen der NGG erhalten Sie auch bei

Facebook und Twitter