Presse

15.02.2016

15.02.2016

Rosenberger: "So würde der Mindestlohn abgeschafft"

Mindestlohn / Flüchtlinge

Hamburg – 15. Februar 2016

Zum Vorschlag, Flüchtlinge für die Dauer von sechs Monaten vom Mindestlohn auszunehmen, erklärt Michaela Rosenberger, Mitglied der Mindestlohnkommission und Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG):

Der Vorschlag, den Mindestlohn für Flüchtlinge auszusetzen ist brandgefährlich, weil er in einer bereits aufgehetzten Stimmung weiteren Neid und Hass schürt. So werden die Schwächsten am Arbeitsmarkt, nämlich Langzeitarbeitslose, Mindestlohnempfänger und Flüchtlinge, gegeneinander ausgespielt. Gleichzeitig würde so der Mindestlohn, dessen Erfolg niemand ernsthaft bezweifeln kann, de facto abgeschafft.

Wer auf einen Schlag einer Million Menschen zusätzlich den Mindestlohn verwehrt, der gründet einen Arbeitsmarkt noch unterhalb von 8,50 Euro, auf dem sich verzweifelte Menschen, die ihre Familien in Kriegsgebieten unterstützen wollen, mit Langzeitarbeitslosen um Jobs duellieren. Das ist nicht nur unmoralisch, sondern auch völlig kontraproduktiv: Dass Langzeitarbeitslose für sechs Monate vom Mindestlohn ausgenommen sind, hat bekanntermaßen eben nicht dazu geführt, dass ihre Integration in den Arbeitsmarkt besser gelingt. Es ist absurd anzunehmen, dass das, was bei Langzeitarbeitslosen nicht klappt, bei Flüchtlingen funktioniert.“    

Zu beobachten, wie seit Monaten immer wieder die gleichen falschen, populistischen und gefährlichen Vorschläge von den immer gleichen Leuten kommen, sei „schwer zu ertragen“, so Rosenberger. In der Flüchtlingsfrage würden endlich eine konstruktive Zusammenarbeit in der Regierung und echte Lösungen, statt täglich neue Brandherde und populistische Attacken, gebraucht: „Es ist kaum zu glauben, dass die Mindestlohn-Gegner innerhalb von CDU/CSU und auf Arbeitgeberseite offenbar nicht davor zurückschrecken, die derzeitige Situation auszunutzen, um ihr eigentliches Ziel, den Mindestlohn wieder abzuschaffen, zu erreichen.

 

Pressemitteilung als PDF

 

Diese Pressemitteilung...

Schließen

Artikel versenden

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Deine E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. um im Fall eines Übertragungsfehlers eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird die NGG die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X_Sent_by_IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird die NGG die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.

Bitte melden Sie sich an um den Artikel zu merken.

Bitte melden Sie sich an um den Artikel zu kommentieren.

Pressestelle

NGG-Hauptstadtbüro
Luisenstraße 38
10117 Berlin
Tel.: 030 / 28 88 49 693
Fax: 030 / 28 88 49 699
Email: hv.presse@ngg.net

Service

Alle Pressemitteilungen

Im Presse-Archiv finden Sie alle bundesweiten Pressemitteilungen der NGG.

Alle Pressemitteilungen

Socialmedia

Aktuelle Informationen der NGG erhalten Sie auch bei

Facebook und Twitter