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17.02.2016

"Das Gastgewerbe kann einen wichtigen Beitrag zur Integration leisten"

Das Gastgewerbe boomt - auch Dank Mindestlohn

Hamburg  17. Februar 2016 

Laut Statistischem Bundesamt und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) ist der Umsatz von Deutschlands Gastwirten und Hoteliers im ersten Jahr des Mindestlohns mit 4,2 Prozent so kräftig gestiegen wie seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr. Die Branche kann damit zum sechsten Mal in Folge ein Umsatzplus erzielen. Außerdem ist die Zahl der Beschäftigten im vergangenen Jahr mit 1,7 Prozent deutlich gestiegen. Dazu erklärte Burkhard Siebert, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG):  

„Zu diesen Zahlen kann man dem Gastgewerbe nur gratulieren. Dass 2015 so erfolgreich war, liegt auch am Konjunkturprogramm Mindestlohn. Dank Mindestlohn haben knapp vier Millionen Menschen mehr Geld in der Tasche und das lässt nicht zuletzt auch die Kassen der deutschen Gastronomen kräftig klingeln.  

Der Mindestlohn ist ein Erfolg – auch und gerade im Gastgewerbe“, so Siebert weiter. „Ich hoffe, dass sich diese Erkenntnis nach und nach auch bei seinen Gegnern durchsetzt und die Stimmen aus der Branche, die weiter gegen ihn hetzen, endlich verstummen. Es täte dem Gastgewerbe ausgesprochen gut, wenn der Arbeitgeberverband statt öffentlich zu lamentieren endlich zuversichtlich und zukunftsorientiert aufträte. Die Branche ist erfolgreich und bietet spannende Chancen und Betätigungsfelder. Das ist die Botschaft, die bei Nachwuchs- und Fachkräften ankommen muss.“  

Die sehr guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen böten die Chance, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und so die Attraktivität der Branche zu erhöhen. Umso unverständlicher sei deshalb die Forderung des Dehoga nach einer „Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes und Monsterschichten von zwölf Stunden und mehr. So wird die Branche dem großen Nachwuchs- und Fachkräftemangel sicher nicht begegnen können“, so Burkhard Siebert.  

Der wirtschaftliche Erfolg der Branche zeige auch, dass das Gastgewerbe einen wichtigen Beitrag zur Integration der Flüchtlinge leisten könne. Die Branche sei von jeher ein Schmelztiegel vieler Nationen und eigne sich daher besonders als eine erste Anlaufstelle auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Siebert: „Viele Betriebe suchen händeringend nach Personal, für sie sind die Neuankömmlinge eine echte Chance.“

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