Presse

12.03.2016

Siebert: Hürden für „Lebensleistungsrente“ sind zu hoch

Wuppertal – 12. März 2016.

Die Pläne der Koalition für eine neue Rentenreform hat Bundessozialministerin Andrea Nahles vorgestellt. Grundsätzlich begrüße es die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), dass die Bundesregierung das Rentenniveau erhöhen und Altersarmut verhindern will, hat Burkhard Siebert, stellvertretender NGG-Vorsitzender, am Samstag auf einer Veranstaltung seiner Organisation in Wuppertal erklärt.

Mit der ‚Lebensleistungsrente‘, wird es allerdings nicht gelingen, Menschen mit niedrigem Einkommen besser vor Altersarmut zu schützen. Sie ist viel zu kompliziert. Die Hürden für die Inanspruchnahme sind zu hoch. Die geplante Mindestdauer eingezahlter Beiträge von 40 Jahren ist viel zu lang, vor allem für Frauen“, kritisierte Siebert. Falsch sei es auch, die „Lebensleistungsrente“ angesichts der Schwächen der Riester-Rente an die private Vorsorge zu knüpfen.

Siebert erinnerte daran, dass derzeit bereits knapp eine Million Rentnerinnen und Rentner staatliche Grundsicherung beziehen. Um der wachsenden Gefahr der Armut im Alter zu begegnen, sollte statt der „Lebensleistungsrente“ die Rente nach Mindesteinkommen, die es bis 1992 gab, wieder eingeführt werden, forderte Siebert. Dabei würden niedrige Einkommen bei der Rentenberechnung höher bewertet, wovon insbesondere Frauen, die 70 Prozent des Niedriglohnsektors ausmachten, profitierten. „Dieser gesellschaftspolitisch erforderliche Damm gegen Altersarmut muss aus Steuermitteln finanziert werden“, forderte der NGG-Vize. Keinesfalls dürfe – wie bei der so genannten Mütterrente – der Fehler wiederholt werden, in die Kasse der Beitragszahler zu greifen.

Notwendig seien auch flexiblere Übergänge in die Rente wie Teilrenten oder weiterführende Formen von Altersteilzeit und die Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge. „Gesetzentwürfe hierfür müssten – wie angekündigt – bald auf den Tisch, damit sich das Thema Rente nicht nur als Wahlkampfgeplänkel entpuppt“, mahnte Siebert.

 

Diese Pressemitteilung...

Schließen

Artikel versenden

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Deine E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. um im Fall eines Übertragungsfehlers eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird die NGG die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X_Sent_by_IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird die NGG die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.

Bitte melden Sie sich an um den Artikel zu merken.

Bitte melden Sie sich an um den Artikel zu kommentieren.

Pressestelle

NGG-Hauptstadtbüro
Luisenstraße 38
10117 Berlin
Tel.: 030 / 28 88 49 693
Fax: 030 / 28 88 49 699
Email: hv.presse@ngg.net

Service

Alle Pressemitteilungen

Im Presse-Archiv finden Sie alle bundesweiten Pressemitteilungen der NGG.

Alle Pressemitteilungen

Socialmedia

Aktuelle Informationen der NGG erhalten Sie auch bei

Facebook und Twitter