Presse

12.10.2016

Rosenberger: Arbeitszeit muss auf vertragliche Arbeitszeit begrenzt werden

Arbeitszeitreport der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Hamburg – 12. Oktober 2016

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat den Arbeitszeitreport Deutschland 2016 vorgestellt. Der Report zeigt deutlich: Haben die Beschäftigten höhere zeitliche Handlungsspielräume, sind sie gesünder und zufriedener. Dazu erklärte Michaela Rosenberger, Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG):

„Allerdings haben nur vier von zehn Beschäftigten selber großen Einfluss darauf, wann sie mit ihrer Arbeit beginnen und sie beenden oder wann sie ein paar Stunden freinehmen. Das steht auch in Einklang mit anderen Studien aus der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie dem Gastgewerbe: In diesen Branchen ist der Einfluss der Beschäftigten auf die Arbeitszeiten im Vergleich zur gesamten verarbeitenden Industrie deutlich geringer. Deshalb ist es dringend notwendig, einen Ordnungsrahmen zu schaffen, der Flexibilität nicht nur einseitig für Arbeitgeber ermöglicht, sondern auch den Beschäftigten selbstbestimmte Arbeitszeiten eröffnet.“

Eines der zentralen Ergebnisse des Arbeitszeitreports 2016 laute, dass Vollzeitbeschäftigte mit durchschnittlich 43,5 Wochenstunden knapp fünf Stunden pro Woche länger arbeiten als vertraglich vereinbart. Mit zunehmender Länge der Arbeitszeit sinke der Anteil der Beschäftigten, die mit ihrer Work-Life-Balance zufrieden sind, und es steige der Anteil der Beschäftigten, die über gesundheitliche Beschwerden berichten.

„Faire Arbeit heißt, dass die Arbeitgeber die Leistung ihrer Beschäftigten nicht nur abfordern, sondern auch anerkennen müssen. Daher muss es einen Anspruch der Beschäftigten auf die Bestimmung von Lage, Dauer und Ort der Arbeit geben. Die Arbeitszeit muss wieder auf die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit begrenzt werden und so organisiert werden, dass Arbeitszeit begrenzt und Erholungszeit eingehalten werden kann“, hat Rosenberger gefordert. „Denn auch eine flexibilisierte Arbeitswelt kann an der Natur des Menschen nicht vorbei.“  

Pressemitteilung als PDF 

 

Diese Pressemitteilung...

Schließen

Artikel versenden

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Deine E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. um im Fall eines Übertragungsfehlers eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird die NGG die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X_Sent_by_IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird die NGG die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.

Bitte melden Sie sich an um den Artikel zu merken.

Bitte melden Sie sich an um den Artikel zu kommentieren.

Pressestelle

NGG-Hauptstadtbüro
Luisenstraße 38
10117 Berlin
Tel.: 030 / 28 88 49 693
Fax: 030 / 28 88 49 699
Email: hv.presse@ngg.net

Service

Alle Pressemitteilungen

Im Presse-Archiv finden Sie alle bundesweiten Pressemitteilungen der NGG.

Alle Pressemitteilungen

Socialmedia

Aktuelle Informationen der NGG erhalten Sie auch bei

Facebook und Twitter