Presse

16.02.2017

16.02.2017

Rosenberger: „Es muss nachgebessert werden“

Erste Lesung des Lohntransparenzgesetzes

Berlin – 16. Februar 2017

Nach langem Streit wird heute das Lohntransparenzgesetz in erster Lesung in den Bundestag eingebracht. Künftig sollen Frauen in Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten einen individuellen Auskunftsanspruch darüber haben, was Männer in gleichwertigen Positionen verdienen. Und umgekehrt. Diese Transparenz soll in der Folge zu mehr Gerechtigkeit bei der Bezahlung und zukünftig zu einer Gleichbehandlung führen.

Auch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) will mit ihrer „Initiative Lohngerechtigkeit“, dass Frauen für gleichwertige Arbeit den gleichen Lohn wie Männer erhalten, und begrüßt deshalb, dass das Gesetz jetzt auf den Weg gebracht wird. Aber ob es in dieser Form tatsächlich zu einer Veränderung und zu mehr Lohngerechtigkeit zwischen den Geschlechtern führt, ist für die NGG-Vorsitzende Michaela Rosenberger fraglich:

„Das Lohntransparenzgesetz ist ein wichtiges Signal und ein erster wichtiger Schritt. So viel steht fest. Auch die Diskussionen im Vorfeld haben dazu geführt, dass das Thema jetzt auf dem Tisch liegt und in den Betrieben diskutiert wird. Aber letztlich sind alle bislang im Gesetz formulierten Auskunftsansprüche nur eine Aufforderung an die Betriebe. Selbst die betrieblichen Prüfverfahren, die für Betriebe ab 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelten sollen, sind freiwillig und nicht verpflichtend. Wir erwarten, dass das im parlamentarischen Verfahren noch nachgebessert wird. Denn damit ein systematischer Rückbau der Benachteiligung von Frauen gelingt, brauchen wir betriebliche Prüfverfahren unabhängig von der Größe des Betriebs. Auch der individuelle Auskunftsanspruch sollte für alle gelten. Der Organisationsbereich der NGG ist vor allem durch mittelständische Betriebe mit weniger als 200 Beschäftigten geprägt. An denen geht das Gesetz in seiner jetzigen Form komplett vorbei.“

 

Pressemitteilung als PDF

 

Diese Pressemitteilung...

Schließen

Artikel versenden

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Deine E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. um im Fall eines Übertragungsfehlers eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird die NGG die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X_Sent_by_IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird die NGG die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.

Bitte melden Sie sich an um den Artikel zu merken.

Bitte melden Sie sich an um den Artikel zu kommentieren.

Pressestelle

NGG-Hauptstadtbüro
Luisenstraße 38
10117 Berlin
Tel.: 030 / 28 88 49 693
Fax: 030 / 28 88 49 699
Email: hv.presse@ngg.net

Service

Alle Pressemitteilungen

Im Presse-Archiv finden Sie alle bundesweiten Pressemitteilungen der NGG.

Alle Pressemitteilungen

Socialmedia

Aktuelle Informationen der NGG erhalten Sie auch bei

Facebook und Twitter