Presse

31.07.2017

NGG warnt vor „Spardiktat“ bei Unilever: 1.000 Arbeitsplätze in Gefahr

Betriebsversammlung mit Brigitte Zypries am Dienstag

Hamburg, 31.Juli 2017

Der Übernahme-Poker um Unilever geht weiter. Im Rahmen einer umfassenden Spar-Strategie des Konzerns könnten bis zu 1.000 Arbeitsplätze an neun deutschen Standorten gefährdet sein. Davor hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) gewarnt. Durch den Stellenabbau und weitere Einsparungen wolle Unilever seine Bilanz für internationale Investoren „aufpolieren“, sagt NGG-Vorsitzende Michaela Rosenberger. Eine Gewinnmaximierung auf dem Rücken der Beschäftigten werde gegen den Willen von Betriebsrat und Gewerkschaft jedoch nicht zu machen sein.

Nach Informationen des Vorsitzenden des Konzernbetriebsrates, Hermann Soggeberg, will das Unternehmen die Lohnkosten aller deutschen Standorte massiv senken. „Die Werke in Auerbach (Sachsen), Stavenhagen (Mecklenburg-Vorpommern) und Heilbronn stehen sogar ganz auf dem Prüfstand. Zudem drohen den Beschäftigten in der Produktion überall deutliche Verschlechterungen bei den Sozialleistungen“, erklärt Soggeberg. So wolle der Konzern auch den vereinbarten Sozialkatalog, der unter anderem Sonderzahlungen im Krankheitsfall vorsehe, kündigen. Davon betroffen wären Beschäftigte auch an den Standorten Buxtehude (Niedersachsen), Heppenheim (Hessen), Mannheim (Baden-Württemberg), Kleve (Nordrhein-Westfalen) und Pratau (Sachsen-Anhalt).

Für den morgigen Dienstag ist eine zentrale Betriebsversammlung mit Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, der NGG-Vorsitzenden Michaela Rosenberger sowie dem DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann in Hamburg geplant. Zu der Versammlung werden alle Unilever-Standorte per Video-Stream zugeschaltet.

Zum Hintergrund: Im Februar hatte Unilever ein Fusionsangebot der Kraft Heinz Company in Höhe von 143 Milliarden Dollar zurückgewiesen. Im April kündigte der Konzern an, den Gewinn bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent erhöhen zu wollen. Außerdem soll das Margarine-Geschäft verkauft und die Dividende um zwölf Prozent gesteigert werden. „Unilever will sich offenbar für ein neues Übernahmeangebot fit machen“, ist Michaela Rosenberger überzeugt.

Unilever ist mit einem Umsatz von zuletzt 53 Milliarden Euro einer der größten Hersteller von Verbrauchsgütern weltweit. Im deutschsprachigen Raum beschäftigt der Konzern rund 5.000 Mitarbeiter an elf Standorten. Zwischen Hamburg und Wien laufen unter anderem die Marken Knorr, Magnum, Lätta und Dove vom Band.

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