Presse

02.08.2017

NGG-Chefin Rosenberger: „Zukunftsfragen wurden nicht beantwortet“

Betriebsversammlung mit Bundeswirtschaftsministerin Zypries und DGB-Chef Hoffmann

Hamburg, 1. August 2017

Mehr als 4.000 Beschäftigte haben heute Nachmittag an einer Betriebsversammlung teilgenommen, die live an alle Unilever-Standorte übertragen wurde. „Antworten auf Zukunftsfragen hat uns die Geschäftsführung dabei nicht gegeben. Wenn Unilever plötzlich Sozialleistungen abbauen und keine Standortsicherung mehr geben will, dann ist zu befürchten, dass Standorte geschlossen und Arbeitsplätze vernichtet werden“, so Michaela Rosenberger. Die Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) forderte am Dienstag die Geschäftsleitung von Unilever auf, die Karten auf den Tisch zu legen und eine transparente Konzernpolitik zu machen: „Das, was wir in den letzten Monaten bei Unilever in Deutschland erleben mussten, hat wenig mit Fairness zu tun. Für viele Beschäftigte sind die Arbeitsbedingungen nicht mehr sicher.“ Hermann Soggeberg, der Vorsitzende des Konzernbetriebsrates, nannte es „einen Skandal, dass die Restrukturierung mit dem einzigen Ziel angekündigt wird, die Rendite von 16 auf 20 Prozent zu erhöhen“.

Die NGG und der Unilever-Betriebsrat zeigten sich am Dienstag im Schulterschluss: „Die Beschäftigten sollen für eine auf Gewinnmaximierung zielende Unternehmenspolitik den Preis bezahlen. Das werden wir nicht hinnehmen“, sagte Hermann Soggeberg. Der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats appellierte an die Geschäftsführung, sich mit der Arbeitnehmervertretung zusammenzusetzen und nicht über die Köpfe der Beschäftigten hinweg zu entscheiden: „Wir werden um jeden Arbeitsplatz, jeden Standort und um jede Sozialleistung kämpfen.“ In der Betriebsversammlung habe die Konzernleitung „alles bewusst heruntergespielt und verharmlost“, so Soggeberg.

Der Konzern-Betriebsratsvorsitzende richtete zudem einen dringenden Appell an die Bundesregierung: „Feindliche Übernahmen müssen wesentlich erschwert werden – nicht nur europa-, sondern auch weltweit.“ Diese Forderung war gezielt für die Ohren von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries bestimmt, die am Dienstag angesichts der Brisanz der Unilever-Pläne gemeinsam mit DGB-Chef Reiner Hoffmann in Hamburg bei der Konzernbetriebsversammlung dabei war. Zypries sagte, dass die nächste Bundesregierung die Mitbestimmung, insbesondere auch der Europäischen Betriebsräte, stärken müsse. Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann machte klar, dass eine Steigerung des operativen Gewinns nichts mit Nachhaltigkeit zu tun habe: „Nachhaltigkeit muss auch sozial sein, die Betriebsräte müssen einbezogen, Tarifverträge eingehalten und Arbeitsplätze gesichert werden.“

Pressemitteilung als PDF

 

Diese Pressemitteilung...

Schließen

Artikel versenden

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Deine E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. um im Fall eines Übertragungsfehlers eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird die NGG die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X_Sent_by_IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird die NGG die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.

Bitte melden Sie sich an um den Artikel zu merken.

Bitte melden Sie sich an um den Artikel zu kommentieren.

Pressestelle

NGG-Hauptstadtbüro
Luisenstraße 38
10117 Berlin
Tel.: 030 / 28 88 49 693
Fax: 030 / 28 88 49 699
Email: hv.presse@ngg.net

Service

Alle Pressemitteilungen

Im Presse-Archiv finden Sie alle bundesweiten Pressemitteilungen der NGG.

Alle Pressemitteilungen

Socialmedia

Aktuelle Informationen der NGG erhalten Sie auch bei

Facebook und Twitter