Presse

03.04.2019

Gewerkschaft NGG warnt vor
wachsender Altersarmut in Deutschland

Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter seit 2003 verdoppelt

Hamburg, 3. April 2019

Wenn die Rente nicht reicht: Mehr als eine Million Menschen mussten Ende vergangenen Jahres ihre Altersbezüge beim Sozialamt aufstocken. Im Vergleich zum Jahr 2003 hat sich die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung damit mehr als verdoppelt. Zu den heute bekannt gewordenen Angaben des Statistischen Bundesamtes sagt Guido Zeitler, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG):

„Dass immer mehr Rentnerinnen und Rentner auf Alters-Hartz-IV angewiesen sind, ist ein Alarmsignal. Es sind auch Branchen wie das Gastgewerbe und das Bäckerhandwerk, in denen selbst jahrzehntelange Arbeit oft kaum zum Leben reicht. Das liegt einerseits daran, dass sich Unternehmen zunehmend vor Tarifverträgen drücken und nur Mini-Löhne zahlen. Andererseits sorgt der Trend zu Teilzeit- und Minijobs für magere Rentenbescheide. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer beim Thema Grundsicherung. Sehr viele Menschen beantragen die Leistung aus Scham nicht, obwohl sie Anspruch darauf haben. Die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil geforderte Grundrente kann hier Abhilfe schaffen. Sie würde die Bezüge von Millionen Geringverdienern, vor allem Frauen, aufbessern – ohne sie nach einem Arbeitsleben per Bedürftigkeitsprüfung dazu zu zwingen, sich vor dem Staat die Blöße zu geben.“

 

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