Presse

27.02.2019

NGG gegen Leitungswasser-Kampagne –
Mehrweg zu stärken, ist der bessere Weg

Fünf-Punkte-Plan des Bundesumweltministeriums zur Plastik-Reduktion

Berlin, 27. Februar 2019

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) begrüßt grundsätzlich die Initiative von Umweltministerin Svenja Schulze zur Reduktion von Einweg-Plastik und für mehr Recycling. Der Aufruf an Verbraucherinnen und Verbraucher auf den Kauf von Mineralwasser zu verzichten und Leitungswasser zu trinken, gehe allerdings grundsätzlich an der Ursache des Problems von Plastikmüll vorbei, hat der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler anlässlich des heutigen “Plastik-Gipfels“ kritisiert und eine Lenkungsabgabe gefordert.

Mit Sicherheit sei das Trinkwasser in weiten Teilen Deutschlands von sehr guter Qualität, wenn Zuleitungen zur Wasserentnahmestelle und Armaturen hygienisch einwandfrei seien, so Zeitler.

„Trinkwasser unterscheidet sich aber deutlich von Mineralwasser, was die Mineralwasserordnung auch widerspiegelt. 12.500 Beschäftigte arbeiten in der mittelständisch geprägten Branche. Es muss vermieden werden, dass durch die Kampagne zum Leitungswasser-Trinken gute, tarifvertraglich abgesicherte Arbeitsplätze gefährdet werden“, so Zeitler.

Die Gewerkschaft NGG unterstütze seit vielen Jahren den Erhalt und die Stärkung des Mehrwegsystems. „Das ist eine viel erfolgversprechende Strategie. Deshalb müsse das Verpackungsgesetz dahingehend korrigiert werden, dass die Nichteinhaltung verbindlicher Mehrwegquoten sanktioniert wird – zum Beispiel durch eine Lenkungsabgabe“, hat der NGG-Vorsitzende gefordert. Damit könne erreicht werden, dass die Zahl der Einwegverpackungen für Getränke sich verringere. Es wäre zudem ein Bekenntnis zur mittelständisch geprägten Mineralwasserbranche.

Zeitler wies darauf hin, dass bei Verbraucherinnen und Verbrauchern der Wunsch nach Glas-Mehrweg gewachsen sei: So sei der Glas-Mehrweg-Anteil von 9,4 Prozent in 2012 auf 10,4 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen. „Stärkung von Mehrweg ist der erfolgversprechendere Weg“, ist sich Zeitler sicher.

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