Studie belegt: „Riestern“ lohnt kaum noch
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Hamburg, 7. November 2011. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Einführung der „Riester-Rente“, hat eine von der Friedrich-Ebert-Stiftung herausgegebene Studie die Rentabilität von „Riester“ analysiert. Aus Sicht der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sind die Ergebnisse alarmierend.
Ehemals angedacht war die Riester-Rente als eine privat finanzierte – aber staatlich geförderte – dritte Säule der Altersvorsorge. Im Zusammenspiel mit gesetzlicher und betrieblicher Vorsorge, sollte sie Altersarmut verhindern und den einmal erreichten Lebensstandard absichern. Die nun vorgelegte Studie lässt zweifeln, ob „riestern“ das (noch) kann. In den letzten zehn Jahren haben eine ganze Reihe neuer Regularien zur Schwächung der Riester-Renten geführt. Claus-Harald Güster, stellvertretender Vorsitzender der NGG: „Die Studie belegt, dass die Riester-Rente für viele unserer Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben wenig geeignet ist. Die Änderungen der letzten zehn Jahre haben Riester teuer und wenig rentabel gemacht.“
Mit der „Riesterschen Rentenreform“ hat die rot-grüne Regierung 2001 das Ziel der Lebensstandardsicherung in der Gesetzlichen Rentenversicherung aufgegeben: Zukünftig müssten die Bürger/innen zusätzlich betrieblich und individuell-privat vorsorgen, wenn sie ihren Lebensstandard im Alter halten wollten. Mit richtungweisenden Tarifverträgen hat NGG hierauf vor zehn Jahren reagiert.
Das NGG-Altersvorsorgemodell ist so erfolgreich, weil
- es sich um ein flächendeckendes Tarifmodell handelt,
- Sicherheit Vorrang hat, Arbeitgeberleistungen vereinbart wurden,
- die staatliche Förderung durch Steuer und Sozialversicherungsfreiheit genutzt wird,
- niedrige Verwaltungskosten bei den ausgewählten Pensionskassen bestehen,
- eine freiwillige Entgeltumwandlung der ArbeitnehmerInnen mit zusätzlichen Beiträgen der Arbeitgeber ermöglicht wird.
Auch in der Tarifrunde 2005 wird NGG die tarifliche Gestaltung der betrieblichen Altersvorsorge fortsetzen und dort, wo es möglich und erforderlich ist, verbessern.