DIW-Studie: Zu viel Leiharbeit schadet der Wettbewerbsfähigkeit
31. August 2011: Dass Leiharbeit ungerecht ist und Betroffene krank macht, ist schon lange kein Geheimnis mehr. In einer Studie hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) jetzt die wirtschaftlichen Risiken und Nebenwirkungen aufgedeckt: Zu viel Leiharbeit ist Gift für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.
Mitte 2009 gab es in Deutschland rund 700.000 Leiharbeiter und Leiharbeiterinnen, so viele wie nie zuvor. Seit 2005 stieg die Zahl um 84 %. Das WSI (Wirtschafts- + Sozialwissenschaftliche Institut) der Hans-Böckler-Stiftung hat den Anteil der Leiharbeit in allen 429 Land- und Stadtkreisen erfasst. Besonders hohe Quoten verzeichnet die Feinanalyse überwiegend für mittelgroße Städte mit 50.000 bis 200.000 Einwohnern. Laut WSI deuten die Daten darauf hin, dass Leiharbeit vor Ausbruch der Krise zumindest regional auf dem Weg zu einer bedeutenden Beschäftigungsform war.
In fast allen Nachbarländern sind Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter besser abgesichert als in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hans-Böckler-Stifung, die sieben westeuropäische Länder vergleicht.
Leiharbeitnehmer/innen
Aus der täglichen Arbeit für unsere Mitglieder wissen wir, was Leiharbeitnehmer/innen oft erdulden müssen. Wir wollen Sie nicht alleine lassen und geben Ihnen hier ein paar wichtige Informationen.
Interview mit Franz-Josef Möllenberg
Auch in den Branchen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) steigt der Anteil der Leiharbeitnehmer an. Was kann man dagegen tun? Interview mit dem NGG-Vorsitzenden Franz-Josef Möllenberg im DGB-Rechtsschutz-Newsletter "RECHT SO!".