NGG ruft dazu auf, sich an Aktionen des Bündnisses Dresden Nazifrei zu beteiligen.
Das Bündnis will einen für kommenden Februar geplanten Nazi-Aufmarsch in Dresden blockieren.
Für Ungeübte oft schwer zu erkennen: Die Zeichen und Symbole der Rechtsextremen. Fotos: www.dasversteckspiel.de
In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband und "pro aktiv gegen rechts" hat die NGG in Bremen eine neue Broschüre für Gastronomen herausgebracht. Für Gaststättenbetreiber ist die Vermietung von Räumlichkeiten oft ein wichtiges Zusatzgeschäft. Rechtsextremen einen Unterschlupf bieten, wollen aber sicher die allerwenigsten.
Hamburg, 24. November 2011. Die NGG hat sich an einem öffentlichen Appell gegen rechten Terror beteiligt. Die Anzeige, in der neben dem Vorsitzenden der NGG, Franz-Josef Möllenberg, viele Persönlichkeiten aus Sport, Politik, Kultur, Gewerkschaften und Verbänden für „Freiheit, Vielfalt und Zusammenhalt in Deutschland“ werben, ist im Tagesspiegel erschienen. In der Tageszeitung Hürrieyt erscheint sie in der türkischen Übersetzung.
Nach Ansicht von Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft NGG, gehört „die NPD endlich verboten.“ Die Politik müsse nun endlich wirksame Schritte unternehmen, damit die Verbreitung der rechtsextremen Ideologie nicht weiter durch Steuergelder – Stichwort Wahlkampfkostenerstattung – finanziert wird.
Protestaktion vor dem ehemaligen Wincklerbad.
Unter dem Motto „Bunt statt braun“ haben am 6. August 2011 fast 1.000 Menschen mit einer Demonstration und zahlreichen Privat-Partys friedlich und fröhlich gegen den „Trauermarsch“* der Neonazis in Bad Nenndorf protestiert. Organisiert wurde die bunte Gegenwehr vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und einem breiten Bürgerbündnis. Einer der Redner war der NGG-Vorsitzende Franz-Josef Möllenberg:
„Die demokratiefeindlichen Aufrufe im Internet zeigen, dass hier eine neue rechte Gefahr heranwächst, die bekämpft werden muss. Die Gewerkschaften gehörten im Faschismus zu den ersten Leidtragenden von Unterdrückung, gerade deshalb setzen wir uns vehement für Demokratie und soziale Gerechtigkeit ein. Den Geschichtsverdrehern gehört das Handwerk gelegt. Die Politik muss ein neues Verbotsverfahren gegen die NPD so bald wie möglich einleiten.“
*Seit 2006 versammeln sich Rechtsextreme in der Kurstadt nahe Hannover und ziehen zum ehemaligen Wincklerbad, wo von 1945 bis 1947 ein Verhörzentrum der britischen Besatzungsmacht war. Weil dort auch Deutsche gefoltert worden sein sollen, bezeichnen die Neonazis ihre Veranstaltung als „Trauermarsch“.
Rechtsextremismus im Internet
Rechtsextreme Gruppen und Personen nutzen das Internet, um rassistische Hetze und neonazistische Propaganda zu verbreiten. Seit 1998 recherchiert jugendschutz.net die Szene, entzieht unzulässigen Angeboten die Plattform und erarbeitet medienpädagogische Handreichungen, um Hass-Propaganda zu entlarven und Zivilcourage im Netz zu fördern. jugendschutz.net wurde 1997 von den Jugendministern aller Bundesländer gegründet, um jugendschutzrelevante Angebote im Internet zu überprüfen und auf die Einhaltung von Jugendschutzbestimmungen zu drängen. Ziel: vergleichbarer Schutz wie in traditionellen Medien.
Gemeinsam für Toleranz
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuß (ANG) stellen gemeinsam besorgt fest, dass in Deutschland Menschen zunehmend wegen Herkunft, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung diskriminiert werden. Solche Diskriminierungen sind kein Randproblem; sie sind weder jugendspezifisch noch regional auf Ostdeutschland begrenzt. In einer Migrationsgesellschaft wie der deutschen, in einer Gesellschaft, in der sich Werte schnell verändern, müssen die Menschen besonders tolerant miteinander umgehen. Rassistische Äußerungen und Gewalttaten, so genannte Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus haben hier keinen Platz, wie sie auch nirgendwo anders etwas zu suchen haben!
Mach' meinen Kumpel nicht an! e.V. engagiert sich schon seit über zwanzig Jahren gegen Rassismus und tritt für die Gleichberechtigung von Migranten und Migrantinnen in der Arbeitswelt ein.
Eine gemeinsame Kampagne der DGB-Jugend und anderen Jugendverbänden gegen Rechte Parolen.