Verbraucherpolitische Konferenz
An der verbraucherpolitischen Konferenz „Verbraucher zwischen Markt und Staat“ der SPD-Bundestagsfraktion am 6. Juni 2011 in Berlin hat auch der NGG-Vorsitzende Franz-Josef Möllenberg teilgenommen: als Podiumsgast zum Thema „Verbraucher und Gewerkschaften: Bündnispartner für einen fairen Markt?“.
Info: www.spdfraktion.de
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unterstützt die Forderungen der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag nach Einrichtung einer unabhängigen Ombuds-Stelle „gegen den Missbrauch von Marktmacht“ im Lebensmitteleinzelhandel und für faire Lebensmittelpreise und transparente Produktionsbedingungen.
Der Kampf um die Marktmacht im deutschen Lebensmittelhandel wird immer härter. 85 Prozent der Marktanteile entfallen inzwischen auf die vier größten Supermarktketten Edeka, Rewe (mit Penny), Lidl (mit Kaufland) und Aldi. Diese Marktmacht, davor warnt die Gewerkschaft NGG schon seit Jahren, führt zu einem extremen Preisdruck auf die rund 6.000 Lieferanten aus dem Bereich der Ernährungswirtschaft.
Marktmacht des Einzelhandels
Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), hat am 5. Juli 2010 als Sachverständiger im Bundestagsausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Thema „Angebots- und Nachfragemacht des Lebensmitteleinzelhandels und die Auswirkungen auf die Verbraucher“ erklärt:
Bisher ist die Nachfragemacht des Lebensmitteleinzelhandels nicht hinreichend untersucht worden. Angesichts der Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel – sechs Unternehmensgruppen erzielen 90 Prozent des Umsatzes – haben die Produzenten kaum Möglichkeiten, diesem Druck auszuweichen. Folgen sind u.a.ein erheblicher Druck auf die Arbeits- und Einkommensbedingungen in der Lebensmittelproduktion.
Die Stellungnahmen aller geladenen Sachverständigen sowie die Video-Aufzeichnung der Anhörung sind online abrufbar.
Online-Petition der Supermarktmachtinitiative
Die Zeche um den ruinösen Preiskampf um Marktanteile zahlen die Beschäftigten in der Produktion und im Handel. Hungerlöhne, miserable Arbeitsbedingungen, Überstunden und unsichere Arbeitsverhältnisse sind die Folge.
Mitmachen! Hier geht es zur Unterschriftenaktion, die sich an die fünf größten Supermarktketten - Edeka, Rewe, Aldi, Lidl und Metro - richtet.
online unterzeichnen:
www.unfairen-einkauf-stoppen.de
Unterschriftenlisten:
www.unfairen-einkauf-stoppen.de/unterschriftenliste.pdf
Initiative gestartet
Die Gewerkschaft NGG unterstützt die Supermarktmacht-Initiative. Ziel ist es, die Macht der Supermarktketten zu beschränken. Gefordert wird überdies die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in der gesamten Lieferkette.
Plattformpapier Supermarktmacht (pdf)
Zum Hintergrund: Endstation Ladentheke (pdf)