NGG-Landesbezirkskonferenz Baden-Württemberg
Im Amt bestätigt: Landesbezirksvorsitzender Uwe Hildebrandt (li.) und sein Stellvertreter Benno Bareither.
In seiner Eröffnungsrede zur 19. Landesbezirkskonferenz der NGG Baden-Württemberg am 11. Juli 2008 in Neckarsulm erklärte der Landesbezirksvorsitzende Uwe Hildebrandt: „Wir als Gewerkschaft NGG müssen in die Wertedebatte eingreifen: Statt mehr Markt, statt mehr Egoismus, brauchen wir mehr soziale Gerechtigkeit und mehr soziale Absicherung – vor allem aber auch mehr Gerechtigkeit bei der Entlohnung. Soziale Gerechtigkeit hat Konjunktur und steht bei den Menschen hoch im Kurs. Das Klima in der Öffentlichkeit hat sich für die Gewerk-schaften spürbar positiv verändert.“
Hildebrandt verwies auf die Erfolge der vergangenen Jahre: Stolz sei er unter anderem auf die Beschäftigten bei Maggi und Eichbaum, die in unbefristeten Streiks ihre Positionen durchgesetzt hätten, so wie auch auf die unzähligen Warnstreiks vieler anderer Kolleginnen und Kollegen in den verschiedensten Unternehmen. Des Weiteren ging er auf die „Rente mit 67“ ein, die aus seiner Sicht eine politische Fehlentscheidung sei. Zu verurteilen sei überdies die Ausbeutung von Beschäftigten durch Niedriglohn und Leiharbeit.
Uwe Hildebrandt kandidierte auf der Landesbezirkskonferenz zum zweiten Mal für die Funktion des Landesbezirksvorsitzenden. Er wurde von 100 Prozent der Delegierten in Neckarsulm wiedergewählt und ist weiterhin gleichzeitig Landesbezirksvorsitzender der NGG in Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar; ein Amt, das er seit Juni bekleidet. Diese Doppelfunktion ist der erste organisatorische Schritt zu der für 2013 geplanten Verschmelzung der Landesbezirke zum Landesbezirk Südwest.
Zum Stellvertretenden Landesbezirksvorsitzenden wurde Benno Bareither, Geschäftsführer der NGG-Region Schwarzwald-Hochrhein, mit überwältigender Mehrheit der Stimmen gewählt.