Julian Weinz
„Weil man gemeinsam am meisten erreicht!“, beantwortet Julian Weinz (24) ohne lange Umschweife die Frage, warum er 2006 der Gewerkschaft NGG beigetreten ist. „Ganz ohne Werbebroschüren“ - wenn auch nicht gleich zu Beginn seiner Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Gilde Brauerei in Hannover - sei er überzeugt gewesen: „Das ist nach und nach gewachsen, natürlich auch dank des Schwarzen Bretts und des Betriebsrats.“
Kurz vor seinem NGG-Beitritt war Weinz zum Jugend- und Auszubildendenvertreter (JAV) bei „der“ Gilde gewählt worden. Seine Motivation: „Ich wollte die Ausbildungsqualität verbessern und die Rahmenbedingungen für Azubis im Betrieb mitgestalten“. Mittlerweile ist er auch Vorsitzender der im Mai 2007 gegründeten Konzern-Jugend- und Auszubildendenvertretung (KJAV) des weltgrößten Braukonzerns (AB) InBev, zu dem Gilde seit 2002 gehört.
Wichtig sei ihm, eine KJAV-Struktur zu schaffen, die allen Mitgliedern nutze und helfe, gemeinsame Ziele wie die Einführung neuer Ausbildungsberufe oder die Verbesserung der Ausbildungsqualität umzusetzen. Der Konzernbetriebsrat sei ihm da durchaus Vorbild, „allerdings ist der Umgang unter uns Jüngeren doch irgendwie lockerer und nicht an so viele Zwänge gebunden. Da kann ich auch schon mal ein paar Spinnereien bringen: Irgendeine gute Idee kommt da immer bei rum“. Seine Kreativität fuße allerdings auch auf einer soliden Grundlage: unter anderem auf JAV- und InBev-Seminaren und der Mitarbeit im Wirtschaftsausschuss der InBev Holding.
Sein Tipp für die JAV-Arbeit: Immer alle Meinungen zu Wort kommen lassen. Ein Ziel definieren und sich dies immer wieder vor Augen führen und auf Bemerkungen wie „Du bist ja nur der JAV“ kontern mit „Nein, ich bin der Jugendvertreter“.
„Mein Engagement ist anstrengend, aber da stehe ich zu!“ erklärt Julian Weinz. Zum Ausgleich gehe er wandern und verbringe so viel Zeit wie möglich mit seiner Freundin und seinen Freunden.
(Oktober 2009)