Allgemeines

NGG trauert um Erich Herrmann

In großer Trauer und Dankbarkeit gedenkt NGG Erich Herrmann, der am 19. Januar 2018 im Alter von 89 Jahren verstorben ist. In besonderer Weise hat er sich um die NGG und die nationale wie internationale Arbeiterbewegung verdient gemacht.

Am 17. Juni 1928 in Steinheim am Main geboren und aufgewachsen in einem gewerkschaftlich engagierten Elternhaus, trat er bereits in jungen Jahren der Gewerkschaftsjugend und den „Falken“ bei, bevor er 1948 als Ortssekretär für Offenbach und als Landesjugendvorsitzender zur NGG kam. Ab 1953 war er Leiter des NGG-Bezirks Frankfurt am Main und ab 1966 Landesvorsitzender der NGG Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar.

Als ausgewiesener Tarifpolitiker wirkte er an wesentlichen Neuerungen mit, so zum Beispiel an der Vereinheitlichung der Tarifverträge für Arbeiter und Angestellte. Ab 1978 war er als 2. Vorsitzender an der Entwicklung und Umsetzung der „qualitativen Tarifpolitik“ sowie dem ersten Vorruhestands-Tarifvertrag beteiligt. Als Mitglied in den Aufsichtsräten einer Vielzahl namhafter Unternehmen war sein Wissen und seine Erfahrung geschätzt. Auf internationaler Ebene engagierte er sich zudem als Teil der Exekutive der IUL und deren Europäischem Ausschuss EAL (1978 – 1991).

Als Günter Döding 1989 den Vorsitz der NGG abgab, übernahm Erich Herrmann auf Wunsch des Beirats die Funktion des Geschäftsführenden Vorsitzenden bis zur Wahl eines Nachfolgers im September 1990. In der auch durch den Mauerfall turbulenten Zeit bleibt es sein besonderes Verdienst, die Organisation mit ruhiger Hand geführt sowie den Aufbau der NGG (DDR) und den Zusammenschluss der beiden Schwestergewerkschaften nach der Wiedervereinigung vorangetrieben zu haben. Zum Gewerkschaftstag 1990 trat Erich Herrmann altersbedingt ab, blieb aber auch im Ruhestand weiterhin ehrenamtlich aktiv. So begleitete er in den 1990er Jahren auf internationaler Ebene beratend den Aufbau bzw. Transformation der südosteuropäischen Gewerkschaftsbewegung.

Seiner Heimat Offenbach fühlte er sich zeitlebens tief verbunden. Von 1964 bis 1977 war er Stadtverordneter in Offenbach und engagierte sich bis ins hohe Alter in der Offenbacher AWO, wo er ebenfalls zeitweise den Vorsitz führte.

 

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