Presse

19.05.2020

Claudia Tiedge: „Die Union vergisst die Helden der Krise“

Zur Debatte um die Einführung der Grundrente

„Wer derzeit keine Chance für eine Grundrente für Geringverdiener sieht, der hat – wie der Unions-Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus (CDU) – vergessen, dass die Helden der Krise vielfach im Niedriglohnsektor arbeiten“, so Claudia Tiedge, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Die Grundrente sei notwendig, damit die Einkommen von rund 1,3 Millionen Rentnerinnen und Rentnern mit niedrigen Renten erhöht werde. „Insbesondere die Lebensleistungen von Frauen werden hiermit endlich mehr gewürdigt“, so Tiedge. Der Unionsfraktionsvorsitzende Brinkhaus wolle für Wirtschaftswachstum und Unternehmen Schulden machen, aber die Grundrente an bürokratischen Spielereien scheitern lassen. „Es ist unerträglich, dass CDU und CSU seit einem Jahr die Grundrente blockiert, statt den Menschen zu helfen.“

„Die Bäckerei-Fachverkäuferin genauso wie die Beschäftigten in der Ernährungsindustrie haben in der Krise die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln sichergestellt. Wer seinen Lebensunterhalt jahrzehntelang mit seinem geringen Lohn bestritten hat, hat auch eine Rente verdient, die zum Leben reicht“, sagt die NGG-Vize.

Wer viele Jahre wegen geringen Lohns wenig in die Rentenkasse einzahlen konnte, braucht eine Aufwertung der eigenen Rentenansprüche und eine höhere Ersatzrate. Zukünftig ist auch ein höherer gesetzlicher Mindestlohn nötig, um ausreichende Rentenansprüche zu erreichen. Ein von den Arbeitgebern zu finanzierender Mindestbeitrag für eine angemessene Rente wäre eine Lösung.

„Zusätzliche Beiträge und höhere Löhne verbessern die individuellen Rentenansprüche aber nur für künftige Beitragszeiten. Daher bleibt die zwingende Notwendigkeit einer rückwirkenden Aufstockung für die Vergangenheit, um den individuellen Rentenanspruch zu erhöhen“, hat Tiedge gefordert.

Ergänzend zur Grundrente seien zusätzlich Verbesserungen beim Wohngeld notwendig, um leistungen zur Fürsorge tendenziell zu vermeiden.

 

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