Presse

08.03.2019

Claudia Tiedge: Bei der Europawahl zählt jede demokratische Stimme

Internationaler Frauentag

Hamburg, 8. März 2019

Die Gleichstellung von Frauen und Männern gehöre zu den Grundwerten der Europäischen Union und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Damit Europa ein Motor der Gleichstellungspolitik bleibt, gilt es die demokratischen Kräfte zu stärken und am 26. Mai wählen zu gehen“, betonte Claudia Tiedge, stellvertretende NGG-Vorsitzende anlässlich des Internationalen Frauentages.

Rechtspopulistische und nationalistische Kräfte wollten demokratische Errungenschaften schleifen und stellten sicher geglaubte Frauenrechte wieder in Frage. „Wir müssen unsere europäischen Grundrechte verteidigen und die Gleichstellung weiter ausbauen. Dazu gehört es, gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit durchzusetzen. Es gehört auch dazu, dass mehr Frauen in Führungspositionen und auf alle Führungsebenen kommen.“ Seit nunmehr 100 Jahren gebe es das Frauenwahlrecht, erinnerte Tiedge. Aber die Hälfte der Bevölkerung sei nur zu einem Drittel im Deutschen Bundestag vertreten. Deshalb unterstütze sie ausdrücklich die Forderung „Mehr Frauen in die Parlamente“.

Claudia Tiedge hat kritisiert, dass die derzeitige Gesetzgebung nicht reiche, damit gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit gezahlt werde. So müssten Unternehmen unter anderem verpflichtet werden, regelmäßig die Entgeltstrukturen zu prüfen und die Ergebnisse betriebsintern zu veröffentlichen. Einen individuellen Anspruch auf Auskunft sollten alle Beschäftigten in allen Unternehmen haben. Die NGG wirkt aktiv bei der Evaluierung des Gesetzes mit. Mit ihrer „Initiative Lohngerechtigkeit“ stelle die NGG sicher, die Entgeltlücke in ihren Branchen schrittweise zu überwinden.

Zu einer Partnerschaft auf Augenhöhe – im Betrieb, zu Hause oder in der Gesellschaft – gehöre es auch, dass Frauen europaweit die Chance haben, ihre Existenz eigenständig zu sichern und selbstbestimmt zu leben. „Hierfür sind verbindliche europäische Regelungen notwendig. Deshalb dürfen wir nicht zulassen, dass Rechtspopulisten mit ihrem rückwärtsgewandten Frauenbild uns wieder nur an den Herd stellen wollen. Zur Europawahl zählt jede demokratische Stimme“, so Claudia Tiedge.

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