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Mit 24-Stunden-Warnstreiks zum Tarifabschluss

Tarifabschluss in der bayrischen Süßwarenindustrie
Foto: kateapp - Fotolia

 

Am Dienstagabend war es so weit: Der Tarifabschluss für die bayrische Süßwarenindustrie, verhandelt zwischen der Gewerkschaft NGG und den Arbeitgebervertreter*innen, stand. Möglich gemacht hatte diesen nicht nur ein 12-stündige Verhandlungsmarathon, sondern vor allem die engagierten Beschäftigten bei Lorenz Snack World, Trolli, Brandt Schockladen GmbH, Lebkuchen Schmidt, Lambertz, Piasten, A&D Nürnberger Feinbackwaren GmbH, Max Weiss Lebkuchenfabrik Neu-Ulm, Stollwerck und weiteren bayrischen Süßwarenbetrieben. Sie hatten im Vorfeld der Verhandlungsrunde mit 24-Stunden-Streiks ihren Arbeitgeber*innen gezeigt, dass sie ein deutlich verbessertes Angebot erwarten und weitere Streiks folgen würden, sollten die Verhandlungen scheitern. Weiter spannend bleibt es in den Tarifgebieten Hamburg/Schleswig-Holstein, Niedersachsen/ Bremen, NRW, Hessen und Berlin, wo in den nächsten Tagen und Wochen weitere Verhandlungstermine anstehen.

In der dritten Verhandlungsrunde hat sich die NGG Bayern mit den Arbeitgeber*innen auf eine Lohnerhöhung für die bayrischen Beschäftigten von 5 Prozent, aber mindestens 145 Euro brutto ab dem 01. Oktober 2024 und eine zweite Erhöhung der Bruttoentgelte von 2,5 Prozent ab dem 01. September 2025 geeinigt. Zudem bekommen die Beschäftigten eine Inflationsausgleichsprämie von 500 Euro ausbezahlt.

Auch für Auszubildende gibt es mehr Geld. Ab 01.10.2024 erhalten sie je 100 € brutto mehr monatlich und weitere 50 € brutto mehr ab dem 01.09.2025, also pünktlich zum Start des neuen Ausbildungsjahres. Dazu kommt eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 375 € netto. Zudem wurde für die Auszubildenden eine erweiterte Freistellung vor den Abschlussprüfungen (nun zwei Tage je schriftlicher Abschlussprüfung) sowie, erstmalig in einem Flächentarifvertrag, eine zwölfmonatige Ankündigungsfrist über die Benachrichtigung zur Übernahme nach der Ausbildung vereinbart.

Wir sind richtig stolz auf dieses Tarifergebnis – und die Beschäftigten können es mit Recht auch sein. Die erfolgreichen Warnstreiks und die großartige Beteiligung und Geschlossenheit der bayrischen Beschäftigten hat es erst möglich gemacht. Unser Einsatz und Kampf in dieser harten Tarifauseinandersetzung haben sich gelohnt!“ so Mustafa Öz, Verhandlungsführer und Vorsitzender der NGG Bayern.

 

 

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