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NGG warnt vor Folgen geplanter Tabaksteuererhöhung
Hamburg, 22. Juli 2026
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kritisiert die bekannt gewordenen Pläne zur weiteren Erhöhung der Tabaksteuer. Das Finanzministerium hat durchblicken lassen, den Steueranteil für Zigarren und Zigarillos von derzeit 1,47 Prozent kräftig auf 21,05 Prozent anheben zu wollen. Dadurch drohen erhebliche Belastungen für Unternehmen und 1.600 tarifgebundene Arbeitsplätze.
„Die Beschäftigten dürfen nicht die Zeche für eine verfehlte Wirtschaftspolitik zahlen“, sagt der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler. „Wenn Steuererhöhungen Arbeitsplätze gefährden, Investitionen ausbremsen und Standorte unter Druck setzen, läuft etwas grundlegend falsch.“ Für die NGG ist die Debatte um die Tabaksteuer Ausdruck eines größeren Problems: Die Bundesregierung bekommt die Konjunktur nicht in Gang. Statt überzeugende Konzepte für Investitionen, Wachstum und Beschäftigung vorzulegen, soll nun die höhere Belastung unterer und mittlerer Einkommen helfen, Haushaltslöcher zu stopfen.
„Dieser Kurs schafft keine Zukunftsperspektiven. Er sorgt für mehr Unsicherheit in den Betrieben“, kritisiert Zeitler. „Die Erhöhung von Verbrauchssteuern verschärft die wirtschaftlichen Probleme unseres Landes, weil sie die Kaufkraft einschränkt. Stattdessen brauchen wir Reformen, die Wachstum schaffen, Investitionen stärken und gute tarifgebundene Arbeitsplätze sichern.“
Die NGG fordert auch eine Kurskorrektur in der Steuerpolitik. „Superreiche, große Erbschaften und Topverdienende tragen gemessen an ihrer Finanzkraft nur wenig zur Finanzierung unseres Gemeinwesens bei. Ein Großteil des Steueraufkommens schultern die Beschäftigten über Lohnsteuer, Mehrwertsteuer und Verbrauchssteuern. Das müssen wir ändern. Wir brauchen endlich ein gerechteres Steuersystem, das Beschäftigte und Familien entlastet und sehr hohe Einkommen und Vermögen stärker in die Pflicht nimmt.“