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Einigung erreicht: NGG und Deutsche See vereinbaren neuen Tarifvertrag
Hamburg, 19. März 2026
Nach komplizierten Verhandlungen und einer bundesweiten Streikwelle haben sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und die Deutsche See Fischmanufaktur auf einen neuen Tarifvertrag verständigt. Für die bundesweit rund 1.800 Beschäftigten bedeutet dieser ein durchschnittliches Entgelt-Plus von 5 Prozent. Gewerkschaftsmitglieder profitieren von einer exklusiven Einmalzahlung.
„Die Verhandlungen waren schwierig, lange war keine Kompromissbereitschaft von Deutsche See erkennbar“, so Björn Bauer, Verhandlungsführer der NGG. Zuletzt bot der Arbeitgeber lediglich einen Inflationsausgleich und die Angleichung der unteren Entgeltgruppen an den Mindestlohn. Das Tarifergebnis sieht nun eine schrittweise Erhöhung des Entgelts vor: Rückwirkend zum 01.02.2026 steigen Löhne und Gehälter je nach Entgeltgruppe zwischen 2,9 und 8,5 Prozent. Anfang 2027 erfolgt eine zweite Erhöhung um weitere 2,2 bis 5,5 Prozent. Alle Tarifbeschäftigten erhalten zudem eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro. Gewerkschaftsmitglieder können sich über eine weitere einmalige Zahlung von 100 Euro freuen. Und auch für die Auszubildenden gibt es gute Nachrichten: Ihre Vergütung wird um insgesamt 125 Euro angehoben. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt 24 Monate.
„Wir sind mit einer mutigen Forderung in die Verhandlungen gegangen. Mit dem erzielten Abschluss können wir gut leben, auch wenn wir uns natürlich noch mehr erhofft hätten“, sagt Verhandlungsführer Bauer. Dass überhaupt ein Tarifabschluss erzielt werden konnte, der die unteren Entgeltgruppen über dem Mindestlohn absichert, sei vor allem auch den engagierten Beschäftigten zu verdanken. „Gemeinsam haben die Kolleginnen und Kollegen für dieses Ergebnis gekämpft. An vielen der bundesweit 19 Standorte stand Anfang des Jahres die Produktion still. Das hat ordentlich Druck ausgeübt.“