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Gute Ausbildung braucht Zeit zum Lernen und eine starke Stimme im Betrieb

Ausbildungsstart 2026

Hamburg, 29. Juli 2026 

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres begrüßt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die neuen Auszubildenden in der Lebensmittelindustrie, im Lebensmittelhandwerk und im Gastgewerbe. Zugleich mahnt sie, die Ausbildungsqualität trotz des anhaltenden Fachkräfte- und Personalmangels nicht aus dem Blick zu verlieren.

„Junge Menschen beginnen ihre Ausbildung, um einen Beruf zu erlernen und sich für ihre Zukunft zu qualifizieren. Dafür brauchen sie gute Anleitung, Zeit zum Lernen und Kolleginnen und Kollegen, die sie unterstützen. Ausbildung darf nicht darunter leiden, dass in vielen Betrieben Personal fehlt“, sagt Claudia Tiedge, stellvertretende Vorsitzende der NGG.

Viele NGG-Branchen stehen weiterhin unter erheblichem Druck. Der Mangel an Fachkräften und Beschäftigten stellt Betriebe vor große Herausforderungen. Aus Sicht der NGG darf dies jedoch nicht dazu führen, dass Auszubildende als Ersatz für fehlendes Personal eingesetzt werden oder die Ausbildung hinter den Anforderungen des Tagesgeschäfts zurücksteht. „Die Fachkräfte von morgen entstehen nicht nebenbei. Gute Ausbildung braucht Zeit, Betreuung und feste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner im Betrieb. Wer Nachwuchs gewinnen und halten will, muss jungen Menschen gute Bedingungen und echte Perspektiven bieten“, so Tiedge.

Die NGG verweist dabei auch auf die Bedeutung von Tarifverträgen. Tarifgebundene Betriebe bieten häufig nicht nur bessere Ausbildungsvergütungen, sondern auch verlässlichere Arbeitsbedingungen, klare Regelungen bei Arbeitszeiten sowie bessere Chancen auf eine langfristige Beschäftigung nach der Ausbildung. „Wer früh von Tarifverträgen profitiert, startet mit besseren Voraussetzungen ins Berufsleben. Faire Vergütungen, mehr Sicherheit und klare Regeln machen Ausbildung attraktiver und stärken die Bindung an den Beruf und den Betrieb“, erklärt Tiedge.

Mit Blick auf die im Herbst anstehenden Wahlen der Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) ruft die NGG junge Beschäftigte dazu auf, ihre Mitbestimmungsrechte wahrzunehmen und sich aktiv einzubringen. „Gute Ausbildung gibt es nicht zum Nulltarif. Sie wird oft von engagierten Auszubildenden erkämpft und verteidigt. Gerade wenn die Belastungen im Betrieb zunehmen, brauchen junge Menschen eine starke Interessenvertretung und eine starke Gemeinschaft an ihrer Seite“, betont Tiedge.

Die NGG steht Auszubildenden vom ersten Ausbildungstag an als Ansprechpartnerin zur Verfügung – bei Fragen zur Ausbildungsvergütung, Arbeitszeit, Übernahme, Ausbildungsqualität oder Problemen im Betrieb. „Wer seine Rechte kennt und gemeinsam mit anderen für gute Bedingungen eintritt, kann seine Ausbildung und seine Zukunft aktiv mitgestalten. Genau dabei unterstützt die NGG junge Menschen jeden Tag“, so Tiedge.

Kontakt für die Presse

Dirk Herzog, NGG-Pressesprecher
Telefon: 040 380 13 106, Mobil: +49 151 61085042, E-Mail: presse@ngg.net

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