You are here:
NGG begrüßt heutigen Beschluss für ein Direktanstellungsgebot
Hamburg, 28. November 2025
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) begrüßt den heutigen Beschluss der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK), ein Direktanstellungsgebot für Beschäftigte der Lieferbranche auf den Weg bringen zu wollen. „Damit zeigt sich, dass unser jahrelanger Kampf für gute Arbeitsbedingungen nicht umsonst war“, erklärt Guido Zeitler, Vorsitzender der Gewerkschaft NGG.
Die NGG fordert die Bundesregierung nun auf, unverzüglich zu handeln und sowohl das Direktanstellungsgebot als auch die EU-Plattformrichtlinie umzusetzen. „Wir brauchen endlich klare Regeln, die verhindern, dass Unternehmen systematisch Verantwortung auslagern – so wie wir es aktuell bei Lieferando erleben“, so Zeitler weiter. Die immer wieder bekanntgewordenen massiven Verstöße in der Branche – von Mindestlohnumgehung über unzureichende Sicherheitsstandards bis hin zur Missachtung von Mitbestimmungsrechten – zeigten deutlich, dass es verbindliche gesetzliche Vorgaben brauche. „Diese Zustände müssen sofort beendet werden“, fordert Zeitler.
Das Beispiel Lieferando, wo rund 2.000 Beschäftigte zugunsten prekärer Beschäftigungsmodelle ihre Stellen verlieren sollen, verdeutliche den dringenden Handlungsbedarf. „Nur mit einer Direktanstellung lässt sich ein fairer Wettbewerb zwischen Plattformen realisieren. Wenn schon der Mindestlohn zu viel sein soll, dann läuft etwas grundlegend falsch“, ergänzt Mark Baumeister, Referatsleiter Gastgewerbe.
Die NGG erwartet nun von der Bundesregierung einen klaren und schnellen Fahrplan zur Umsetzung der Beschlüsse – für faire Arbeit, sichere Jobs und echte Verantwortung in der Lieferbranche.
Kontakt für die Presse
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)
Pressesprecher Dirk Herzog
Tel.: 040 – 38013106
E-Mail: presse@ngg.net