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NGG warnt vor Belastungen für Beschäftigte und Verbraucher
Hamburg/Berlin, 5. Oktober 2026
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) protestiert am Donnerstag, 8. Oktober ab 11 Uhr vor dem Bundesministerium der Finanzen gegen die geplante Steuer auf zuckerhaltige Getränke. Beschäftigte und Betriebsräte aus der Getränkeindustrie machen auf mögliche Folgen für Arbeitsplätze, Standorte und Verbraucherpreise aufmerksam.
Die NGG unterstützt das Ziel, gesunde Ernährung zu fördern. Eine Zuckersteuer hält sie dafür jedoch nicht für das richtige Instrument. Die zusätzlichen Kosten würden dann über höhere Preise an Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben werden. Gleichzeitig befürchtet die NGG Auswirkungen auf Beschäftigung und Investitionen in der Getränke-, Ernährungs- und Zuckerindustrie.
„Gesunde Ernährung darf nicht gegen gute Arbeit ausgespielt werden. Wer Zucker reduzieren will, muss Maßnahmen ergreifen, die vorbeugend wirken – und darf dabei nicht Beschäftigte und Verbraucher zusätzlich belasten“, sagt Guido Zeitler, Vorsitzender der NGG. Wirksamere präventive Maßnahmen wären aus Sicht der NGG, flächendeckend eine gesunde und kostenlose Verpflegung in Schulen und Kitas anzubieten und stärker in die Ernährungsbildung zu investieren.
Besonders kritisch sieht die Gewerkschaft die sozialen Folgen einer zusätzlichen Verbrauchssteuer. Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen könnten dadurch stärker belastet werden. Die geplante Steuer bedeutet einen tiefen Griff in die Taschen der Verbraucherinnen und Verbraucher. Je nach Zuckergehalt könnte sich ein Getränkekasten (12 mal 1 Liter) um ca. vier bis fünf Euro verteuern. Auch die Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Industriestandorte müssten nach Auffassung der NGG bei der politischen Entscheidung stärker berücksichtigt werden.
„Hinter jedem Produktionsstandort stehen Beschäftigte und ihre Familien. Wenn politische Maßnahmen Absatz, Investitionen und Standorte unter Druck setzen, geht es am Ende um konkrete Arbeitsplätze“, so Zeitler. Die NGG fordert deshalb eine Gesundheitspolitik, die wirksam, sozial gerecht und beschäftigungspolitisch verantwortbar ist.
Hinweis für Ihre Berichterstattung
Die Kundgebung findet am Donnerstag, 8. Oktober 2026, von 11 bis 13 Uhr vor dem Bundesministerium der Finanzen, Wilhelmstraße 97, 10117 Berlin, statt. Beschäftigte, Betriebsräte und NGG-Referatsleiterin Getränke, Silke Kettner stehen für Interviews und O-Töne zur Verfügung.
Ansprechpartner vor Ort: Sebastian Riesner 0163-5842028, sebastian.riesner@ngg.net
Kontakt für die Presse
Dirk Herzog, NGG-Pressesprecher
Telefon: 040 380 13 106, Mobil: +49 151 61085042, E-Mail: presse@ngg.net