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Da braut sich nichts zusammen ...


... jedenfalls kein Bier. Wie auch?! Schließlich befinden sich die Beschäftigten der vier Standorte der Oettinger Brauerei, Oettingen (Video), Mönchengladbach, Braunschweig und Walldorf (48 Stunden) seit Sonntagnacht im Streik. In Oettingen wird auch heute noch gestreikt. Und das aus gutem Grund: Auch bei der dritten Tarifverhandlung in der vergangenen Woche ist die Geschäftsführung bei ihrer kompromisslosen Linie geblieben. Die angebotene, magere Lohnerhöhung würde bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gerade einmal die derzeitige Inflationsrate von zwei Prozent ausgleichen. Gleichzeitig soll bei den Pausenregelungen und beim Krankengeldzuschuss gekürzt werden. Der Anspruch auf Weihnachtsgeld soll bei Krankheit wegfallen. Ältere Beschäftigte sollen weniger Entlastungstage bekommen und Erholungstage bei Schichtarbeit wegfallen.
Für die Belegschaft des von der Schließung bedrohten Betriebs in Braunschweig legte die Brauerei überhaupt kein Angebot vor. Und die Beschäftigten in Mönchengladbach sollen unbezahlt eine Stunde in der Woche länger arbeiten. "Das ist völlig inakzeptabel und Gift für die Stimmung in den Betrieben. Wir erwarten, dass die Chefetage nicht bei den Beschäftigten streicht, sondern stattdessen ihren Job macht und den Absatzrückgang in den Griff bekommt. Wenn die Brauerei endlich aufhört, an den Arbeitsbedingungen herumzuschrauben und allen eine angemessene Loherhöhung zahlt, packen die Leute auch sofort wieder motiviert mit an", so NGG-Verhandlungsführer Tim Lubecki.
Wer die Beschäftigten unterstützen will, kann gerne eine Soli-Botschaft an region.schwaben@ngg.net schicken oder morgen zur Kundgebung und Demonstration nach Oettingen kommen. Auftakt ist um 16 Uhr an der Brauerei, Otto-Kollmar-Str.1 in 86732 Oettingen.