Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

„Ökologie und Soziales müssen zusammengebracht werden“

Grüne Woche

„Der Umbau unserer Lebensmittelproduktion hin zur Klimaneutralität, die Agrarwende und die neue Ernährungsstrategie der Bundesregierung, dürfen nicht ohne Beteiligung der Menschen, die sie umsetzen sollen, stattfinden. Es ist falsch, auf die Expertise derer zu verzichten, die unsere Lebensmittel kochen, backen und verpacken. Ihre Sorgen müssen ernst genommen werden.“ Das hat der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Guido Zeitler,  zum Start der Grünen Woche in Berlin gesagt. „In dieser Transformation müssen Ökologie und Soziales zusammengebracht werden.“

Bislang sei die angeregte lebensmittelpolitische Debatte zu oft über die Köpfe der Menschen geführt worden, die direkt von den politisch gewollten Veränderungen betroffen sind. „Bundesminister Cem Özdemir wäre gut beraten, auch die Auswirkungen der ökologischen Transformation auf die Arbeitsplätze der Menschen zu beachten, die unsere Lebensmittel produzieren.“ Noch habe die von ihm angekündigte Ernährungsstrategie an entscheidender Stelle eine Lücke: „Der Weg vom Acker auf den Teller geht bei den meisten Lebensmitteln über eine Fabrik oder das Lebensmittelhandwerk. Die dort beschäftigten Menschen wollen und müssen bei den anstehenden tiefgreifenden Veränderungen hin zur klimaneutralen Produktion beteiligt werden.“

Der Bundesminister sei mit dem richtigen Ziel angetreten, dass sich alle Menschen in Deutschland gut und gesund ernähren können müssen, so Zeitler. Das müsse aber auch für die gelten, die unser Essen kochen und in Kantinen ausgeben. Ihre wichtige Arbeit sei oft noch zu schlecht bezahlt. Deshalb müsse etwa endlich bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen darauf geachtet werden, dass Catering-Unternehmen Tarifverträge einhalten und faire Arbeitsbedingungen bieten. „Wir würden uns wünschen, dass sich der Bundesminister dafür einsetzt: Keine öffentlichen Aufträge an Caterer und Kantinenbetreiber ohne Tarifvertrag.“

Das könnte dich auch interessieren:

  • Keine Zuckersteuer auf dem Rücken der Beschäftigten!

    Aufruf zur Kundgebung am 8. Oktober 2026 in Berlin

  • NGG kritisiert angekündigtes Produktionsaus

    Hofbrauhaus Wolters

  • Bundesweites Ausrufezeichen gesetzt

    Starker DGB-Aktionstag

  • Preis für Eurest-Betriebsräte

    Deutscher Betriebsrätepreis 2026

  • Frauen gestalten Zukunft

    NGG-Frauenausschüsse tagten im BZO

  • Erstmals Streik bei Kölln Flocken

    Tarifverhandlungen beim Traditionsunternehmen Peter Kölln

  • Über den Tag danach und von verlorenen Monaten davor – eine gewerkschaftspolitische Einordnung

    Landtagswahl Sachsen-Anhalt

  • Lohnmauer durchbrochen

    Tariferfolg in der Ernährungsindustrie Sachsen-Anhalt

  • Für Frieden, soziale Sicherheit und Demokratie

    Antikriegstag 2026

  • 1 Jahr Tarifvertrag bei Birtat

    Eine Erfolgsgeschichte

  • Starke Tarifabschlüsse in der Süßwarenindustrie

    Erfolg in mehreren Tarifgebieten

  • Jetzt noch zum #BR26 anmelden!

    Deutschlands wichtigstes Betriebsratsforum