Welttag gegen Kinderarbeit: Deutschland hat eine besondere Verantwortung "Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen"

12. Juni 2020

Caobisco, Statista ID 72467; Grafik: NGG/Flat_enot- Shutterstock.com

Am heutigen Welttag gegen Kinderarbeit hat der stellvertretende NGG-Vorsitzende Freddy Adjan mehr Einsatz beim Kampf gegen Kinderarbeit im Kakaosektor eingefordert. Als mit Abstand größter Produzent von Schokoladenwaren in Europa käme Deutschland eine besondere Verantwortung zu, so Adjan: "Deutschland muss Vorreiter im Kampf gegen Kinderarbeit sein."

Nach einer Studie der Universität Chicago hat gefährliche Kinderarbeit auf den Kakaoplantagen in Westafrika in den vergangenen zehn Jahren zugenommen. Demnach arbeiten allein in den Hauptanbauländern Ghana und Côte d'Ivoire mehr als zwei Millionen Kinder in der Kakaoproduktion. Im sogenannten Harkin-Engel-Protokoll hatten sich große Schokoladenhersteller bereits 2001 verpflichtet, die gefährlichsten Formen von Kinderarbeit bis 2020 um 70 Prozent zu reduzieren.

Freddy Adjan: "Die schlimmen Zahlen belegen, dass noch immer zu wenig getan wird: vom Gesetzgeber, von den Endkunden, die noch zu selten zu Fairtrade-Produkten greifen, und vor allem von den Unternehmen in der Kakao- und der Süßwarenherstellung. Wir erwarten, dass Unternehmen, die Kakao verarbeiten, alles dafür tun um sicherzustellen, dass der Kakao in ihren Produkten ohne die Ausbeutung von Kindern produziert wurde. Diese Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen, von der Plantage bis zum Schokoriegel.“

Zur Pressemitteilung

Grafiken

mit Angabe der Quelle frei nutzbar

Download

Bei den Bauern kommt wenig an

Download

Deutschland produziert am meisten Schokolade

Video: Der Schoko-Schock

Cookies

Dieses Element setzt Cookies ein. Um es anzuzeigen, stimmen Sie bitte im Hinweisbalken dem Einsatz von Cookies zu.

Rund zwei Millionen Kinder müssen auf Kakaoplantagen schuften. Das INKOTA-NETZWERK klärt auf.