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6,1 Prozent mehr durchgesetzt
Gute Nachrichten für die Beschäftigten der Süßwarenindustrie in Bayern, Hessen und Berlin-West: Die NGG hat in den drei Tarifgebieten starke Tarifabschlüsse erreicht. Die Entgelte steigen um insgesamt 6,1 Prozent in drei Stufen, zusätzlich gibt es 160 Euro netto Erholungsbeihilfe. Die Laufzeit beträgt jeweils 24 Monate. In Bayern startet die erste Erhöhung bereits zum 1. Juni 2026, in Hessen und Berlin-West zum 1. Juli 2026.
Damit wird die Kaufkraft der Kolleginnen und Kollegen gestärkt und spürbar mehr Geld landet im Portemonnaie. Die Abschlüsse in Bayern, Hessen und Berlin-West zeigen deutlich, dass sich gemeinsames Handeln auszahlt. Die beeindruckenden Warnstreiks und Aktionen der Beschäftigten in der gesamten Bundesrepublik haben Wirkung gezeigt.
Schlichtungserfolg in Bayern
In Bayern brachte schließlich die Schlichtung den entscheidenden Durchbruch. Die Blockadehaltung der Arbeitgeber konnte beendet werden. Klar ist aber auch: Die Arbeitgeber wussten, dass bei einem Scheitern der Verhandlungen in Bayern zeitnah weitere Arbeitskampfmaßnahmen gedroht hätten. Die Stärke der Beschäftigten und der Organisationsgrad in den Betrieben waren damit entscheidend für den gemeinsamen Erfolg.
Die NGG wertet die Ergebnisse in Bayern, Hessen und Berlin-West als starkes Signal für die noch laufenden Tarifrunden in den übrigen Tarifgebieten der Süßwarenindustrie. So zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen, wo sich die Beschäftigten gerade mitten im Arbeitskampf befinden und mit Streiks an mehreren Standorten, u.a. bei Intersnack in Wevelinghoven und bei Haribo in Bonn und in Aachen, den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.
Der aktuelle bundesweite Arbeitskampf in der Süßwarenindustrie unterstreicht einmal mehr: Wer gute Tarifverträge will, sollte NGG-Mitglied werden, um gemeinsam mehr herauszuholen.